Lady Snowblood (Filmkritik)

Japan 1873; die Wehrpflicht wurde eingeführt. Regierungsbeamte in weißem Dienstgewand sollen Blutzoll von Wehrpflichtverweigerern einfordern. Drei Männer und eine Frau schlagen aus der Misere Kapital. Sie bieten dem Bauernvolk an, für eine gewisse Geldsumme, sie von der Wehrpflicht zu befreien, und bereichern sich dadurch.

Als eines Tages der neue Grundschullehrer mit seiner Familie in ein Dorf kommt, wo die vier Betrüger gerade anwesend sind, glauben sie, da der Lehrer weiß gekleidet ist, dass dieser ein Regierungsbeauftragter ist, und töten ihn. Im Anschluss vergewaltigen sie seine Frau. Einem dieser Männer wird sie hörig. Immer auf Rache sinnend, ersticht sie ihn, und kommt dafür ins Gefängnis. Wissend, dass sie selbst ihre Rache nicht vollenden kann, beschließt sie ein Kind zu bekommen.

Die Mutter stirbt bei der Geburt, und belastet die Schultern des Neugeborenen mit einer schweren Bürde. Das Mädchen (Yuki) bekommt von einem alten Lehrmeister Unterricht, damit sie schließlich ihre Bestimmung erfüllen kann und die restlichen Ganoven töten. Sie macht sich mit einem im Regenschirm versteckten Schwert auf den Weg…

Kritik:

Lady Snowblood ist eine opulente, farbenfrohe Blutorgie, die als Vorlage für Kill Bill dienen sollte. Die in vier Kapitel aufgeteilte Geschichte ist für japanische Samuraifilme nicht gerade neu, dennoch ist es eine Innovation mal eine starke Frau in der Hauptrolle zu haben. Und sie braucht sich keineswegs hinter ihren Kollegen verstecken.

Zwischen den Actionszenen wird der Film eher ruhiger und der Zuseher kann die Ästhetik der stillen Momente genießen, sich von der wirklich guten Musik berieseln lassen oder ein paar beeindruckende Landschaftsaufnahmen ansehen. Und dann geht es wieder ordentlich zur Sache. Dabei fliegen schon mal abgetrennte Hände durch die Luft, Blut spritzt aus jeder noch so kleinen Wunde raus.

Die Hauptdarstellerin (Yuki) ist die perfekte Wahl für diese Rolle. Sie hat ausgezeichnete Mimik. In ihrem Gesicht lässt sich sowohl Trauer, als auch Hass perfekt ablesen. Auch die Nebendarsteller machen ihren Job anständig. Sogar die kleinste Statistenrolle gibt sich Mühe.

Fazit:

Landy Snowblood ist optisch eine Wucht, bietet eine starke Hauptprotagonistin und Blutfontainen.

4/5

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