Amityville 2 – Der Besessene (Filmkritik)

Familie Montelli zieht in ein altes Haus, ohne zu wissen was der letzten Familie passiert ist, die hier mal wohnte. Doch lassen sie einige seltsame Begebenheiten mit Verwunderung zurück. So sind alle Fenster zugenagelt, hinter Wänden gibt es versteckte Räume. Die überreligiöse Mutter fühlt sich schnell unwohl im Haus, sie denkt eine dunkle Präsenz ist anwesend. Plötzlich bewegen sich Dinge im Haus, es klopft spät nachts.

Der herrische Vater sieht die Schuld an all dem in seinen Kindern und prügelt munter auf sie ein, wie er es stets getan hat. Und da sich die gute Ehefrau noch mehr unwohl fühlt, bittet sie den Dorfpfarrer mal das Haus zu segnen, kann ja schließlich nicht schaden. Doch hat das Haus schon Besitz vom ältesten Sohn ergriffen und das Böse nimmt seinen Lauf…

Kritik:

Spukhäuser auf alten Indianerfriedhöfen und Dämonen sind seit jeher beliebte Themen im Horrorgenre. Und dass immer wieder gern Familien dort einziehen und bis zum bitteren Ende bleiben ist auch nichts Neues. Regisseur Damiano Damiani haucht nach drei Jahren einem markanten Spukhaus neues Leben ein, welches über die Jahre hindurch Genregeschichte schreiben wird, denn viele Fortsetzungen sollten noch folgen.

Und dabei wundert es uns hier schon, wie dieses alte Holzhaus noch stabil stehen kann, bei den dünnen Wänden und Einfachverglasung. Noch dazu  macht es unter Damiani so Einiges mit. Da fliegen Gegenstände umher, Möbel wackeln, Heizungsrohre explodieren, und so weiter. Die Effekte ums Haus und auch mit Sonnys Körper sind gut und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Das Tempo wird dabei hoch gehalten und dank der gelungenen Musik entsteht eine dichte Atmosphäre.

Damiani legt den Fokus auch auf die christliche Symbolik und lässt einen Dämonen in den Sohn fahren. Dabei lässt er sich etwas Zeit und der fesche Sunny wird in einer spannenden Szene quer durchs Haus gejagt. Schließlich kann er seinem Schicksal nicht entkommen und die Familie steuert in ihr Verderben, was abermals gut und spannend umgesetzt wurde.

Im letzten Drittel legt Damiani den Fokus auf den Dorfpfarrer, der der Sache auf den Grund gehen will und versucht den Dämonen auszutreiben. Hierbei wird leider komplett das Tempo etwas raus genommen. Der Fokus geht in Richtung Exorzismus. Seltsam dabei ist allerdings was ein christlicher Dämon auf einem Indianerfriedhof zu suchen hat.

Die Charaktere sind relativ klischeebeladen. Zum einen haben wir einen herrischen Vater, der meint Züchtigung sei die einzige Erziehungsmethode die funktioniert. Die Mutter sieht tatenlos zu und verliert sich in der Religion. Sonny leidet unter seinem Vater, versteht sich aber gut mit seinen fast gleichaltrigen Schwester. Die kleineren Kinder bleiben blass im Hintergrund. Die Charaktere bleiben in ihren Rollen und entwickeln sich abgesehen von Sonny nicht wirklicht weiter.

Fazit:

Gelungene Fortsetzung mit guten Effekten und durchaus spannenden Momenten. Das letzte Drittel hätte man sich sparen können.

Bewertung: 3.5 von 5.

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