Villmark Asylum – Schreie aus dem Jenseits (Filmkritik)

Ein altes Sanatorium soll abgerissen werden. Majestätisch thront das riesige Gebäude in den norwegischen Wäldern. Damals wurde hier Tuberkulose behandelt, bevor es in eine Nervenheilanstalt umgewandelt wurde. Ein Expertenteam wird vor dem Abriss hingeschickt um die vielen Räume nach Schadstoffe zu durchsuchen. Aber es sollen auch brauchbare Dokumente für das Stadtarchiv geborgen werden Da die Anstalt nie offiziell geschlossen wurde, ist auch noch ein Hausmeister vor Ort, der wenig hilfreich ist. Als das Team einen schwer verletzten Mann findet, der kurz darauf stirbt, beschließen sie der Sache auf den Grund zu gehen…

Kritik:

Regisseur Pàl Oie präsentiert hier eine recht eigenständige Fortsetzung seines Films „Dark Woods“ Bis auf wenige Verbindungen über den zweiten Weltkrieg haben die beiden Filme eigentlich nicht viel miteinander zu tun. Mit Villmark Asylum haben wir wieder einen Film, der seine Kulisse zu nutzen weiß.

Das riesige Gebäude hat schon seinen Flair. Dabei wurden die Räume stimmungsvoll dekoriert und vermitteln eine bedrückende Stimmung. Aufnahmen aus den aufgehängten Überwachungskameras untersteichen diesen Effekt. Etwas Spannung vermag auch aufzukommen und die interessante Hintergrundgeschichte wird nach und nach erzählt. Doch will der Film nicht so recht eine bestimmte Richtung einschlagen.

Die Charaktere wirken austauschbar, so richtig Sympathie kommt für keinen auf. Sie scheinen auch nicht zusammen arbeiten zu können. Eine Charakterentwicklung gibt es nicht, es wird auch keiner richtig vorgestellt. Dennoch wirken die Darsteller bemüht, das muss man ihnen schon anrechnen.

Fazit:

Villmark Asylum kommt zum Glück nicht wieder mit einer 0815 Geistergeschichte daher, dennoch hat der Film Einiges an Potential verspielt. Es gibt gute Ansätze und stimmungsvolle Eindrücke.

2,5/5

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