Everybody’s talking about Jamie (Filmkritik)

Teenager Jamie hat einen Traum. Er möchte eine berühmte Dragqueen werden. Seine Klassenkameraden finden die Vorstellung eher lächerlich, doch seine beste Freundin und Mama unterstützen den 16jährigen. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher, als auch von seinem Vater akzeptiert zu werden, der sich nach der Scheidung sehr rar gemacht hat, und nicht mal an Jamies 16. Geburtstag auftaucht.

Als Jamie zu seinem Geburtstag die Schuhe bekommt, auf die er schon lange gespart hat, möchte er seinen Traum in die Tat umsetzen, doch das ist alles andere als einfach. Denn auch seine Schule verbietet dem Jungen in Drag auf den Abschlussball zu gehen…

Kritik:

2 Jahre nach dem erfolgreichen Musical setzt Amazon die Geschichte in einem musikalischen Film um und fängt den Charme der Bühne gut ein. Das Autoren- und Regietrio porträtiert Jamie als selbstbewussten jungen Mann, der einen Traum verfolgt und sich durch nichts unterkriegen lässt. Auch wenn er dabei manchmal etwas Hilfe bekommt und auf heftigen Gegenwind stößt. Denn er kann doch nicht einfach ein Junge in einem Kleid sein, eine Drag Queen strahlt Kraft und Eleganz aus.

Aber sie zeigen auch seine Beziehung zu den Eltern, stellen den Vater nicht als homophobes Monster vor, sondern es gelingt ihnen seine Enttäuschung voran zuschieben. Doch Jamie findet einen anderen Mentor zu dem er aufblicken kann. Richard E. Grant überzeugt als Inhaber eines Kleindungsgeschäfts und pensionierte Drag Queen auf ganzer Linie, der in einer Rückblende seine Geschichte erzählt und auch die Aids Krise anspricht.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und den Darstellern gelingt es die Harmonie und Gefühle gut darzustellen. Sie entwickeln sich über den Film weiter und bleiben sich selbst auch treu. Die Nebendarsteller passen bis zur kleinsten Rolle sehr gut in die Geschichte rein. Max Harwood war eine gute Wahl um den süßen Jamie darzustellen und singt, wie alle anderen auch, alle Songs im Film selbst.

Und die Songs, was ja auch ein Herzstück eines Musicals ist, sind überaus gelungen und sehr gut choreographiert. Sie spiegeln Jamies Gefühle wieder und entwickeln eine Kraft, die Jamies Selbstvertrauen steigert. Und natürlich machen sie durchaus Spaß und laden zum Mitsingen ein.

Fazit:

Gelungenes Feel-Good Musical mit überaus sympathischen Charakteren und guter Musik.

Bewertung: 5 von 5.

Anschauen könnt ihr den Film auf Prime

IMDB

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s