Filmserie: Jeepers Creepers

Victor Salva gelang mit Jeepers Creepers ein Überraschungshit. Er schuf ein Monster mit einer interessanten Hintergrundgeschichte. Der Creeper, ein unverwüstlicher Dämon, kehrt alle 23 Jahre zurück um 23 Tage lang zu fressen.
Der Erfolg zog natürlich eine Fortsetzung nach, die direkt an ersten Teil anschloss, aber komplett neue Charaktere auftreten ließ.
Nach einem furchtbaren Skandal um den Regisseur wurde es einige Jahre ruhig bis dann ein dritter Teil den Creeper wieder auf der Bildfläche erscheinen ließ. Allerding war da schon die Luft raus.

Eine lange, einsame Landstraße. Die Geschwister Trish und Darry fahren in den Semesterferien nachhause. Allzuviel Abwechslung bietet die Strecke nicht, ewig lange Farmlandschaften und das Radio spielt nur fanatische Prediger. Plötzlich taucht aus dem Nichts ein verrosteter Truck auf und bedrängt die beiden. Nachdem sie sich vom Schock erholt haben und weiterfahren, beobachten sie, wie der Verfolger große Säcke in ein Rohr wirft.

Darry beschließt nachzusehen was es mit dem Rohr auf sich hat. Als er versehentlich runter rutscht, macht er eine grausame Entdeckung. Im nächsten Dorf hoffen die Geschwister Hilfe zu finden, doch die Zeit drängt, denn der Creeper, ein Dämon, der alle 23 Jahre zum Fressen aufwacht, hat es nun auf die Beiden abgesehen….

Kritik:

Lassen wir mal Regisseur Victor Salvas grauenhafte Vergangenheit außen vor und sehen uns den Film an. Mit Jeepers Creepers schuf er einen kleinen aber feinen Horrorfilm, der Anfangs ein Wenig an Spielbergs „Duell“ erinnert. Eine Straße mitten in der Pampa, zwei Kids werden von einem alten Truck gejagt. Den Fahrer sieht man Anfangs nicht, was auch gut ist. So ist diese Eröffnung durchaus stimmungsvoll und dient auch zur Vorstellung unserer beiden Hauptdarsteller.

Das ungleiche Geschwisterpaar hadert mit deren Eltern und ist doch auf dem Weg diese zu besuchen. Beide sind Studenten und verstehen sich recht gut. Darsteller Gina Philips und Justin Long gelingt es den Charakteren Leben einzuhauchen und ihre positiven Eigenschaften hervorzuheben. Auch dürfen sie sich im Verlauf des Films entwickeln. Die anderen Charaktere sind nicht näher von Bedeutung. Sie passen in die Handlung und machen ihren Job auch recht gut.

Die Hintergrundgeschichte erfahren wir dann erst gegen Ende des Films. Zuvor wissen die beiden nicht, was es mit ihrem Verfolger auf sich hat, was der Stimmung des Films gut tut. Auch die Menschen, denen sie begegnen haben keine Ahnung, was es mit dem Creeper auf sich hat. Dieser tritt im Verlauf des Films immer mehr ins Licht. Und je mehr wir über ihn wissen, desto besser können wir ihn sehen.

Die Maske ist dabei durchaus gut gestaltet und auch die übrigen Effekte können sich sehen lassen. Hier hat man sich noch auf die gute alte Handarbeit verlassen und spart mit CGI Effekten. Die Sets sind atmosphärisch stimmungsvoll gestaltet und auch die Spannung ist dank der gut passenden Musik auf hohem Niveau. Das Tempo wird von Beginn an hoch gehalten und lässt fast keine Längen zu.

Fazit:

Salva bietet uns mit Jeepers Creepers einen gelungen Auftakt zur Trilogie. Er hat hiermit einen Mörder kreiert der durchaus Potential hat. Die Geschichte ist zwar nicht neu, aber gut umgesetzt und interessant erzählt.

4/5

Alle 23 Jahre erwacht der Creeper um 23 Tage lang zu fressen. Dabei holt er sich unter anderem auch einen Bauernjungen aus der Gegend. Die Zeit drängt und der 22. Tag ist schon vorbei. Da kommt es ihm gerade recht, dass ein Schulbus mit einer Basketballmannschaft mitsamt Trainer und Cheerleadern mitten in der Pampa eine Reifenpanne hat.

Es dauert nicht lange bis der Creeper am Buffet auftaucht. Doch kampflos lassen sich die Jungs natürlich nicht fressen. Unerwartete Hilfe bekommen sie vom Vater des Bauernjungen. Dennoch sollten sie den Creeper nicht unterschätzen…

Kritik:

Nachdem Victor Salva mit dem ersten Teil Erfolge feiern konnte, bekam er sogleich ein größeres Budget für eine Fortsetzung. Diese schließt gleich nach dem Vorgänger an. Jedoch hat es niemand vom Cast in den zweiten Teil geschafft. Einzig Darry taucht in einem Traum auf. Und da wären wir schon beim Ersatz der Hellseherin. Diesmal erzählt uns eine Cheerleaderin die Geschichte des Creepers, von der sie geträumt hat.

Anders als der Vorgänger ist dieser Film kleinräumiger. Natürlich sehen wir die endlose Pampa, wo vor allem zu Beginn mit Farbfiltern eine bedrohliche Stimmung produziert wird. Doch konzentriert sich der Ort des Geschehens zum Großteil um den gestrandeten Bus. Die Kids sind quasi eingeschlossen und sitzen in der Falle. Hier kommt eine klaustrophobische Stimmung auf.

Der Creeper ist die ganze Zeit über da. Leider nutzt er sein Auto nicht mehr, sondern flattert munter durch die Gegend. Dabei steigt die Action, sowie der Bodycount. Allerdings leidet die Spannung. Der Gewaltgrad ist auch etwas höher im Vergleich zum Vorgänger. Und der Creeper hat immer wieder interessante Idee um in den Bus rein zu kommen.

Da drinnen tummeln sich ein Haufen fescher Burschen, die recht gerne oben ohne rumhopsen, und ihre drei Cheerleader. Leider gelingt es niemanden der Charaktere die Sympathie auf seine Seite zu ziehen. Ständig streiten sie, wer denn nun der größere Macho ist. Die meisten dienen sowieso nur dem Bodycount. Charaktervorstellung und Entwicklung gibts nicht.

Fazit:

Jeepers Creeprs 2 schlägt von Spannung auf Action um, bietet dem Creeper mehr Zeit auf der Bildfläche und erhöht auch den Bodycount. Die Charaktere sind fesch anzuschauen aber mehr ist leider nicht dahinter.

3/5

Die Polizei findet einen alten Lastwagen voll mit Leichen. Doch bei näherer Untersuchung lösen sie tödliche Fallen aus. Es dauert nicht lange bis der Besitzer auftaucht, der sich gerade in seinem 23 Tage Zyklus befindet und überaus hungrig ist.

Während die Polizei noch am Ermitteln ist, sucht sich der Creeper seine Mahlzeiten in der nahe gelegenen Ortschaft. Dort trifft er auf einige Teenager, die Hilfe bei einer alten Frau suchen, welche vor 23 Jahren ihren Sohn an den Creeper verloren hatte und nun auf Rache sinnt…

Kritik:

Es sollten einige Jahre durchs Land ziehen bis Victor Slava einen dritten Teil seiner erfolgreichen Jeepers Creepers Reihe nachschiebt. Notwendig wars allerdings nicht wirklich. Noch dazu ist der Charme der beiden Vorgänger nun ganz weg. Noch dazu spielt der Film größtenteils Tagsüber. So kommt auch keine wirkliche Atmosphäre auf. Angesiedelt ist er übrigens kurz vor dem zweiten Teil.

Spannung bleibt auch aus, aber dafür gibts etwas Action und CGI Effekte. Aus dem guten alten Kunstblut sind CGI Staubwölkchen geworden. Die Morde geschehen oftmals im Off. Der Creeper wirkt auch nicht mehr wirklich bedrohlich. Um noch etwas Mysteriöses zu bewahren gibts den Erzählstrang mit der alten Frau, die etwas übersinnlich angehaucht ist.

Die Charaktere sind austauschbar und bauen keine Sympathien auf. Die Meisten dienen ja schließlich nur dem Bodycount. Ein kleines Highlight ist allerdings der alte Truck des Creepers. Haben wir ihn im Vorgänger noch vermisst, kommt er hier mit jeder Menge Extraausstattung zurück.

Fazit:

Schwache Fortsetzung, die auf CGI und Action setzt, aber keine Spannung bietet und auch bei der Geschichte Nichts rausholen kann.

1,5/5

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