Die Neun Pforten (Filmkritik)

Der Buchexperte Dean Corso wird von dem Millionär Boris Balkan beauftragt die Echtheit seiner letzten Errungenschaft zu prüfen. Es handelt sich um das Buch der Neun Pforten aus dem 17. Jahrhundert. Das Buch wurde von Aristide Torchia mit Hilfe des Teufels verfasst. Es beschreibt einen Weg Luzifer selbst zu beschwören. Weltweit soll es nur noch drei Exemplare geben.

Nachdem Corso erste Recherchen durchgeführt hat, bemerkt er, dass hinter dem Buch mehr steckt als nur ein Mythos. Er fühlt sich beobachtet, verfolgt. Als dann noch sein bester Freund ermordet wird, hat Corso Gewissheit. Er reist nach Europa, um die beiden anderen Buchbesitzer zu besuchen.

Aber auch in Europa ist er nicht sicher. Und während Corso die Bücher vergleicht, gerät er immer tiefer in den Sumpf um das Mysterium der Neun Pforten…

Kritik:

Roman Polanski, der sich eigentlich nie mit Okkultismus befassen mochte, liefert nach Rosemaries Baby erneut einen Thriller mit Mysteryanleihen. Und wieder hat der Teufel selbst die Finger im Spiel. Somit bietet die Buchvorlage die richtigen Zutaten um Atmosphäre zu schaffen, von denen Polanski versteht sie zu verwenden.

Der Großteil des Filmes spielt in alten Anwesen. Von Büchern umgeben, bei schummrigem Licht treibt Corso seine Nachforschungen voran. Auch die Hintergrundgeschichte über das Buch trägt ihren Teil dazu bei. Die Spannung baut sch stetig auf, auch die Handlung wird packend erzählt. Dennoch überlässt er es dem Zuseher, sich einen Reim auf das Ganze zu bilden. Schon durch das Intro werfen sich einige Fragen auf, die erst später geklärt werden sollen.

Dean Corso stellt sich zu Beginn als egoistischer Zyniker dar, für den man eigentlich wenig Sympathie übrig hat. Nachdem er sich mit dem Buch befasst, beginnt er sich zu verändern. Er lässt seine Überheblichkeit hinter sich, merkt dass er sich in Gefahr befindet. Auch erst kürzlich kennen gelernte Menschen zeigen nun ihr wahres Gesicht. Unterstützung erhält er von einer jungen, mysteriösen Frau, die mehr zu wissen scheint, als sie zugibt.

Corsos anfängliche Neugierde wandelt sich langsam in Besessenheit. Er möchte selbst das Geheimnis aufdecken. Von stimmungsvoller Musik begleitet, gerät er immer Tiefer in den Schlund der Verderbnis. Von seinem Auftraggeber und auch von Unbekannten verfolgt bleibt er auf der richtigen Spur.

Die Besetzung ist bis in die kleinsten Nebenrollen hervorragend. Es fällt keiner der Darsteller negativ auf. Besonders Johnny Depp kann wieder mal seine Vielseitigkeit beweisen.

Fazit:

Polanski gelang es einen spannenden Mysterygrusler zu schaffen, der ohne viel Blut auskommt. Besonders die Hintergrundgeschichte weiß zu faszinieren.

4,5/5

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