Die Sieben Schwerter (Filmkritik)

China im 17. Jahrhundert: Der neue Kaiser verbietet die Ausübung sämtlicher Kampfkünste. Wer sich nicht an die Anweisung hält wird mit dem Tode bestraft. Und so zahlt der Kaiser Kopfgeldjäger, die in den Dörfern nach Kämpfern Ausschau halten sollen. General Wind Fire, ist der schlimmste dieser Kopfgeldjäger. Er ist von Geldgier besessen, überfällt mir seiner kleinen Armee sämtliche Dörfer und tötet alle Einwohner, um sich ihre Köpfe in Silber aufwiegen zu lassen. Die Toten werden mit Namensschildern markiert, um die Übersicht nicht zu verlieren.

Ein Mann allerdings hat das letzte Massaker überlebt, und stielt diese Schilder. Er ist selbst ein Meister der Kampfkunst, kämpft aber nur zu seinem Schutz, und ohne jemanden dabei zu töten. Der Mann wird bei der Flucht in den Wald verwundet. Dennoch kann er seine Verfolger, bis auf einen, abschütteln. Im Wald begegnet er einer jungen Frau, die ihm dabei hilft auch noch den letzten los zu werden.

Sie nimmt den Verwundeten mit ins Dorf. Dort stellt sich heraus, dass er mal als Henker im alten Reich gearbeitet hat, und viele unschuldige Menschen auf dem Gewissen hat. Deshalb misstrauen die Dorfbewohner ihm, als er sie von der drohenden Gefahr warnen will. Sie sperren ihn weg. Die junge Frau befreit den Gefangenen mit ihrem Freund, und sie reisen Richtung Berge, um die dort einen Meister aufzusuchen, der die Sieben Schwerter geschmiedet hat, und fünf Schüler ausgebildet hat, und ihn um Hilfe zu bitten.

Währenddessen überfallen des Generals Söldner das Dorf. Im letzten Moment kommen die Sieben Krieger den Bewohnern zur Hilfe. Sie töten die Soldaten und schicken deren Anführer zurück zum General, um Bericht zu erstatten. Da der Zorn des Generals groß sein wird, flüchten die Krieger mit den Dorfbewohnern in die Berge. Doch dann merken sie, dass ein Spion unter ihren Reihen ist…

Kritik:

“Die Sieben Schwerter“ versucht ein Historienepos zu sein, jedoch weist er einige, teils erhebliche, Schwächen auf.

Die Kämpfe sind sehr gut choreographiert. Das Tempo wird durch schnelle Schnitte recht hoch gehalten. Obwohl einige Körperteile abgetrennt werden, ist der Blutgehalt doch recht zurückhaltend. So gibt es weder Blutfonthainen, noch sichtbare Blutungen bei Amputationen, was auch an den schnellen Umschnitten liegen kann.

Zwischen den Kämpfen weist der Film leider erhebliche Längen auf. So wird einerseits versucht die Handlung voranzutreiben, andererseits wird hier den Charakteren Zeit gewidmet, um sich vorzustellen, und von sich zu erzählen, sei es jetzt durch Rückblenden, oder verteilte, aber dennoch zusammenhängender Szenen, die die Charakterzüge verdeutlichen und die Vergangenheit erahnen lassen. Manche Szenen ergeben allerdings keinen Sinn. Entweder wurde das Drehbuch im letzten Moment geändert, oder es kommt demnächst ein DC, der alle Lücken füllt. So wird zB. von einem ultimativen Schwert erzählt, das dann aber im Verlauf des Films keine Rolle mehr spielt, ja nicht mal mehr irgendwie angesprochen wird. Und eben diese Szenen ziehen den Film in die Länge. Es dauert einfach zu lange, bis wieder etwas passiert. Die Spannung sackt dabei total ab.

Die Optik des Films ist sehr gut gewählt. So sind die Massakerszenen eher in tristen und blassen Farben gehalten, um ihre Wirkung zu verstärken. Die friedlichen Szenen allerdings, sind farbenprächtiger. Die Kleidung, sowie die Gebäude sind passend gewählt. Etwas seltsam allerdings ist die Aufmachung der finsteren Armee, da diese Soldaten allesamt sehr kräftig geschminkt sind. Das bekräftigt zwar ihre Zugehörigkeit, wirkt aber nicht sehr realistisch. Die Waffen sind sehr kreativ und abwechslungsreich. Die Sieben Schwerter unterscheiden sich alle von einander, und haben alle eigenen Funktionen. 

Auf die Charaktere der sieben Krieger wird gut eingegangen. Man erfährt im Laufe des Films ihre Geschichte, und wohnt deren Entwicklung bei. Auf die böse Seite wird allerdings nicht eingegangen. Die sind einfach da. Einzig vom General erfährt man ein paar Details. Die Darsteller machen ihren Job recht ordentlich. Sie wirken dabei recht routiniert, und können ihren Charakteren die nötige Persönlichkeit verleihen. Bei den Nebendarstellern fällt keiner positiv, noch negativ auf.

Fazit:

Der Film ist um gut eine halbe Stunde zu lange. Etwas mehr Action hätte nicht geschadet. Und auch einige Fragen bleiben offen. Vielleicht kann ja mal ein DC Abhilfe verschaffen.

3/5

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