Our Evil (Filmkritik)

Zeit seines Lebens hat der übernatürliche Arthur Kontakt zur Geister- und Dämonenwelt. Unruhige Seelen ermordeter Menschen verfolgen ihn. Als er fürchtet, dass auch auf seiner Tochter ein grausamer Fluch lastet. So fasst er einen fatalen Entschluss und kontaktiert übers Darknet den sadistischen Auftragskiller Charles. Unwissentlich entfesselt er unvorstellbares Grauen…

Kritik:

Autor und Regisseur Samuel Galli liefert einen interessanten Beitrag zum Horrorgenre. Wenn auch die Handlung in der Ein oder Anderen Form schon mal in Filmen und Serien verarbeitet wurde, überzeugt der brasilianische Regisseur mit seiner Version.

Galli stellt uns vor eine vollendete Tatsache und bringt uns im Nachhinein die Hintergrundgeschichte um seinen Protagonisten Arthur näher. Einige Ausschnitte aus dessen Leben und Wirken zeigt uns der Regisseur. Dabei geht auch einige Jahrzehnte zurück. Die Begegnungen mit den Geistern und Dämonen sind teilweise blutig ausgefallen und überzeugen vor allem mit handwerklich gut gemachten Masken.

Galli stellt uns aber auch den Killer vor. Wir erfahren zwar nichts über sein Leben. Er wird in den Moment hinein präsentiert. Als Arthur ihn nach der Auftragsbesprechung verlässt, bleibt Galli beim Killer und gönnt diesem zwei Touristinnen. Seine menschenverachtende Taten erinnern entfernt an französische Genrevertreter der letzten Jahre. Die Kombination des hier gezeigten Tortourhorror mit dem Übernatürlichen aus Arthurs Geschichte maßt ein wenig seltsam an.

In ruhigeren Momenten stellt Galli seinen Protagonisten vor eine schwere Entscheidung, doch gönnt er ihm hier etwas wenig Raum für die Frage, wie man gehen kann um seine Liebsten zu schützen, bzw. deren Seelen. Im Ungewissen lässt er uns am Ende des Films und das passt hier recht gut.

Gelegentlich kommt etwas Spannung auf und die düsteren Sets tragen gut zur prickelnden Atmosphäre bei. Auch die Musik ist gut gewählt. Gelegentlich wirkt das Werk etwas amateurhaft. Die Darsteller machen ihre Sache gut. Große Dramaturgie brauchen wir nicht erwarten, in die Tiefe geht Galli mit seinen Charakteren auch nicht wirklich.

Fazit:

Galli bietet eine im Ansatz gute Geschichte, kombiniert diese mit einige blutigen Szenen, doch fehlt irgendwie das gewisse Etwas.

Bewertung: 2.5 von 5.

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