Silentium (Filmkritik)

Als der Schwiegersohn des Festspielintendanten ermordet aufgefunden wird, verschlägt es Ex-Ermittler Brenner nach Salzburg. Kurz vor seinem angeblichen Selbstmord hat der Verblichene mit einem Skandal aus seiner Jugendzeit im Klosterinternat aufhorchen lassen. Seine Witwe bittet Brenner um Hilfe, denn sie glaubt die Geschichte mit dem Selbstmord nicht.

Also schleust sich Brenner ins Kloster ein und landet in einem Strudel aus Intrigen und Gewalt. Schließlich gerät er selbst unter Mordverdacht. Etwas Hilfe bekommt er von seinem alten Freund Berti. Und so ist Brenner drauf und dran wieder einige Skandale aufzudecken…

Kritik:

Jetzt ist schon wieder was passiert. Mit diesen bekannten Worten leitet der Erzähler den zweiten Teil der Brenner Saga ein. Wolfgang Murnberger nahm wieder einen Roman von Wolf Haas zur Vorlage und schickt Josef Hader motiviert in die zweite Runde.

Diesmal gehts nach Salzburg, wo Hader als der abgewrackte Ex-Kommissar Brenner einige Skandale rund um die Festspiel und vor allem die scheinheilige Kirche aufdeckt. Die anfangs angesprochenen Missbrauchsvorwürfe der Pfarrer an den Buben rücken in den Hintergrund und andere skandalträchtige Verbrechen werden behandelt. Dabei wirds für Brenner auch recht gefährlich, wobei Murnberger ordentlich an der Spannungsschraube dreht. Dabei bedient er sich auch gelungener Bildsprache, die unter anderem mit Wagners Musik unterlegt wurde.

Josef Hader überzeugt abermals als unser Antiheld, der nicht mit bissigen Dialogen spart. Aber auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich mit der Geschichte weiter. Ein bisschen großräumig wird das Ganze, dennoch fiebern wir mit allen mit und können Brenners Frust nachvollziehen.

Die Drehorte sind gut gewählt und die Sets gut ausgestattet. Wir bekommen auch einen kleinen Einblick in Salzburg, den wir als Touristen so nicht sehen würden. Das Tempo im Film passt, Längen bleiben aus.

Fazit:

Gelungene Fortsetzung mit skandalösen Themen und einem gewohnt guten Josef Hader.

Bewertung: 3.5 von 5.

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