Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 (Filmkritik)

Dumbledore ist tot, der Orden des Phönix ist geschwächt und Voldemorts Todesser bekommen immer mehr Einfluss im Ministerium. Übergriffe auf Muggel häufen sich. Und Harrys Schutz im Heim der Dursleys endet in wenigen Tagen, an seinem 17ten Geburtstag. Nun gilt es also zu handeln. In einer waghalsigen Aktion bringen Harrys Freunde den Auserwählten in den Fuchsbau. Er möchte jedoch niemanden in Gefahr bringen und plant Dumbledores Weg zu folgen und die Horkruxe zu suchen. Doch zuvor gilt es noch die Hochzeit von Bill und Fleur auszurichten.

Dann überschlagen sich die Ereignisse, das Zaubereiministerium fällt, der Minister wird ermordet und die Hochzeitsfeier wird von Todessern angegriffen. Im letzten Moment kann Harry mit Ron und Hermine fliehen. Ständig auf der Flucht versuchen sie nun die Horkruxe zu finden und zu zerstören…

Kritik:

Manchmal lernen Produzenten aus ihren Fehlern, wobei böse Zungen auch behaupten können, sie wollen noch mehr Geld raus holen. Wie dem auch sei, das Finale von Harry Potter und seinen Freunden wurde auf 2 Filme aufgeteilt. Eigentlich hätte man schon viel früher auf diese Idee kommen können. So ist es David Yates nun erlaubt, nicht das halbe Buch wegzulassen und er kann sie wieder auf Details konzentrieren.

Natürlich musste er nun Charaktere einführen, die eigentlich schon viel früher in den Büchern auftreten. Den Umständen entsprechend gelingt es ihm recht gut. So treffen wir hier erstmal auf Bill Weasly, der Fleur heiraten wird. Verwehrt blieb uns in den vorherigen Filmen, wie Fleur bei den Weasleys einzieht und mit Molly im Klinsch liegt. Auch der Werwolfangriff auf Bill wird uns hier leider nur erzählt, weil im sechsten Teil die ganze Schlacht um Hogwarts weg gelassen wurde. Auch Taugenichts Mundungus tritt hier zum ersten Mal in Erscheinung.

Leider ergeben sich durch das Weglassen von Information in den vorherigen Filmen hier kleine Logiklöcher. So wundert es den geneigten Zuschauer vielleicht ein wenig, als die drei Helden im Grimmauldplatz Nr. 12 wohnen, Hauself Kreacher Harry Potter gehorcht. Es wurde leider verabsäumt den Zusehern mit zuteilen, dass Harry das Haus mitsamt Hauself von Siris geerbt hatte. Leider ignoriert Yates Kreachers Hintergrundgeschichte und wie es mit ihm weiter geht. So hat der kleine Ungustl nur einen kurzen Auftritt. Weiters bleibt uns hier ein Blick in die Schule verwehrt, wo Snape nun Schulleiter ist und Todesser die Schüler überwachen.

Nach einem actionreichen Start, verliert der Film ein wenig an Tempo, während die drei Helden auf der Flucht sind, hier wurde die Geschichte ein wenig zusammengestutzt, sodass wir gar nicht mitbekommen, dass sich Ron um seine Familie sorgt und deshalb die Gruppe verlässt. Dennoch bleibt die Geschichte auch im Film spannend und wird flüssig erzählt. Zwei weitere Highlights stellen die Besuche im Ministerium und im Malfoy Anwesen dar. Hier steigt die Spannungskurve an und somit wird für die Halbzeit auch ein kleiner Höhepunkt gefunden.

Die Orte des Geschehens sind wieder hervorragend umgesetzt worden. Das Ministerium wirkte schon vor Voldemorts Schreckensherrschaft dunkel und bedrohlich, nun noch einen Schritt mehr. Mit Liebe zum Detail wurde wieder der Fuchsbau gestaltet, der allerdings nun anders aussieht, da er im vorherigen Film ja zerstört wurde, was im Buch nicht der Fall war. Auch das Haus von Luna Lovegood spiegelt die schrullige Art ihrer Bewohner wieder. Von Hogwarts sehen wir allerdings nicht viel.

Die Charaktere sind natürlich wieder gut ausgearbeitet, die Hauptdarsteller sind erwachsen geworden und die schauspielerische Leistung ist wie sie sein soll. Die neuen Charaktere fügen sich gut in die Handlung ein, bleiben aber nur kurz im Film. Andere kommen leider etwas zu kurz, oder treten gar nicht auf.

Fazit:

Den Film zu teilen war die richtige Entscheidung. Es gelingt auch den ersten Teil des Finales spannend zu halten und einen Höhepunkt zu finden.

4/5

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