Young Royals (Serienkritik)

Als zweiter in der Thronfolge genießt Prinz Wilhelm von Schweden sein Leben. Doch als er bei einer Diskoschlägerei seiner Familie Schande bereitet, stecken sie ihn ins renommierte Internat Hillerska. Dort soll er, wie sein Bruder vor ihm, unter adeligen Kids eine fundierte Ausbildung erhalten. Sein Cousin August nimmt ihn dabei unter seine Fittiche.

Wilhelm lebt sich recht schnell ein und freundet sich mit dem Außenseiter Simon an, was dem Schnösel August gar nicht passt. Als ein Schicksalsschlag Wilhelm zum Kronprinzen macht, sind die Augen der Welt auf ihn gerichtet. Er darf sich keine Fehler erlauben und eine Liebesbeziehung zum feschen Simon wäre ein Skandal…

Kritik:

Lisa Ambjörn, Lars Beckung und Camilla Holter produzierten für Netflix eine sechsteilige Serie über junge Adelige, Pflicht und Liebe. Die Ausgangsbasis ist interessant, doch fehlt es leider etwas an Tiefgang. Natürlich sind sechs Folgen nicht lange um auch noch Intrigen und größeres Drama mit einzubauen, so konzentrieren sich die Macher aufs Wesentliche.

Dabei ist die Geschichte an sich nicht neu. Jüngerer Bruder des Thronfolgers rutscht unglücklicherweise nach oben. Er wurde nie darauf vorbereitet und steht nun plötzlich im Rampenlicht. Vorbei ists mit dem lockeren Leben. Doch ein Aspekt hebt Young Roayals vom bisherigen Einheitsbrei ab. Wilhelm, gespielt von Edvin Rydnin, ist schwul. Dieses Geheimnis darf natürlich nicht an die Öffentlichkeit dringen. Denn was wäre das für ein Skandal für das schwedische Königshaus.

Das verdeutlicht die Königin des Öfteren und Wilhelm ist hin und her gerissen zwischen Pflichtgefühl und seinem Freund Simon, Omar Rudberg, der natürlich kein Geheimnis bleiben mag. Simon besucht mit seiner Schwester die Schule als nicht adeliger Außenseiter und übernachtet auch nicht im Internat. Die adeligen Rich-Kids halten relativ wenig von Simon, doch Wilhelm verliebt sich in den Jungen. Dabei nehmen sich die Regisseure Zeit für die aufkeimende Beziehung der Beiden und scheuen auch nicht vor erotischen Szenen.

Diese wunderschöne, frische Beziehung wird dann auf einige Proben gestellt, was für etwas Dramatik und Emotionen sorgt, und der Serie gut tut. Auch wenn, wie schon gesagt, der Tiefgang fehlt, fiebern wir mit unseren lieb gewonnenen Protagonisten mit. Einige Charaktere sind gut entwickelt und stehen natürlich im Mittelpunkt. Für die Mitläufer bleibt nicht viel Zeit und manche nerven einfach nur. Dennoch bekommen wir Einblicke in adelige Clique, wie auch in Simons Freunde.

Fazit:

Gelungene Serie, die aufgrund ihrer kurzen Laufzeit einiges an Potential offen lässt, aber für gute Stimmung sorgt. Dann hoffen wir mal auf Staffel 2

Bewertung: 3.5 von 5.

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