Filmserie: Scary Movie

Im Jahr 2000 läuteten die Wayans Brüder mit ihrem Scary Movie eine wahre Welle an Filmparodien ein. Der erste Teil wurde zum Überraschungshit und kann auch auf ganzer Line überzeugen. Aber gleich danach griffen die Wayans ins Klo. David Zucker zog die Reihe wieder nach oben und lieferte zwei gute Fortsetzungen ab. Mit dem fünften Aufguss ging es dann wieder runter.

Genau ein Jahr nachdem die Clique bei einem Autounfall einen Mann überfahren hatte beginnt in der beschaulichen Kleinstadt ein maskierter Killer mit einer Mordserie. Es dauert nicht lange bis Cindy und ihre Freunde von ihm terrorisiert werden, denn er weiß genau, was sie letztes Halloween gemacht haben. So eine kleine Mordserie ruft natürlich auch jede Menge Reporter auf den Plan. So beginnt Gale Hillstorm, die Starautorin von „Du bist tot, ich bin reich“ in Cindys Umfeld herumzuschnüffeln, um Stoff für ihr neues Buch „Du bist die Nächste“ zu bekommen…

Kritik:

Nachdem Anfang der 90er die neue Horrorwelle mit Scream und Co voll eingeschlagen hat, ergriffen die Wayans Brüder die Gelegenheit um eine Parodie ins Rennen zu schicken. Der Erfolg blieb nicht aus und so folgten 4 weitere Filme. Übrigens hieß Sream während der Produktion Scary Movie. Eine Ausdeutschung blieb uns zum Glück erspart.

Teil eins konzentriert sich hauptsächlich auf die „Scream“ Reihe und „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. Dabei wurden die Sets halbwegs gut nachgebaut und die beiden Filme gut miteinander kombiniert. Die Referenz zu anderen Horrorfilmen, wie es Scream vorgemacht hatte, wurde hier weg gelassen. Auch der Grundtenor, dass übermäßiger Horrorfilmkonsum zu Mördern macht, hätte eh nicht ganz in die Parodie gepasst.

Vor allem trifft aber der Humor stets am rechten Fleck. Situationskomik wurde dabei gut eingesetzt, so hat der Killer viele Lacher auf seiner Seite. Aber auch Nebencharaktere werden Klischees gedrängt und parodiert. So treffen wir die transsexuelle Sportlehrerin Mrs. Man, oder einen notgeilen Sheriff. Weiters wird übermäßiger Drogenkonsum ins Lächerliche gezogen, was unter anderem in der fast schon legendären „Whats uuup?!“ Szene ausartet.

Die Charaktere sind passend zu den parodierten Filmen ausgearbeitet und die Darsteller machen ihre Arbeit dabei recht gut. Natürlich darf man hier keine Entwicklung erwarten. Sie halten sich an ihre Vorgaben und das passt für den Film schon. Spannung gibts eigentlich keine, ist ja auch nicht gewollt. Die Morden sind hingegen gelungen, teils sehr witzig und ein wenig blutig.

Fazit:

Keenen Ivory Wayans liefert mit seinem Scary Movie einen gelungen Auftakt zu einer wahren Parodiewelle, die sich folglich auf alle Genres ausbreitete. Da man sich hier auf eine eher kleine Auswahl an Vorlangen konzentrierte, hat der Film einen roten Faden und noch recht viel Substanz.

4/5

Im Zuge eines Schulprojektes wählt Professor Oldman einige Studenten aus, die ein Wochenende im Hell Haus verbringen sollten. Seine Wahl fällt unter anderem auf Cindy und ihre Freunde, weil sie das Steven County Massaker überlebt hatten. Dort treffen sie zunächst auf Buttler Hanson und schließlich auf den Hausgeist….

Kritik:

So gut Teil 1 war, so katastrophal kackt die Fortsetzung ab. Die Wayans Brüder schicken ihre Stammcrew rund um Sidney und ihre Freunde ein weiteres Mal ins Rennen. Diesmal gehts um Geisterfilme, oder die allseits beliebten besessenen Puppen. Dabei hätte das Ganze ja durchaus Potential gehabt.

Wir finden uns in einem alten Herrenhaus ein. Es gibt eine interessante Geschichte zu erforschen. Doch schafft es der Film nicht, eine passende Atmosphäre aufzubauen. Im Gegenteil, diese wird durch unsägliche Dummheit ruiniert. Wayans setzt hier leider voll auf Fäkalhumor, seichte Sexwitze und die Diskreditierung Behinderter und anderer Randgruppen. Allen voran geht einem Buttler Hanson mit seiner verkrüppelten Hand so richtig aufn Arsch. Das ist einfach nicht lustig. Wenn der Typ mit der Hand im Essen rumstochert kommt einen das Kotzen.

Neben Horrorfilmen finden wir auch Anspielungen auf andere Genres, wie zum Beispiel „Drei Engel für Charlie“ oder “ Ey Mann, wo ist mein Auto“. Als Intro gibts eine Parodie zum „Exorzist“, die aber im weiteren Verlauf absolut keinen Einfluss mehr auf die Handlung nimmt, und eigentlich nur als Lückenfüller für das lasche Drehbuch dient. Also Auge mal Pi dauert der eigentliche Film dann grad mal eine Stunde. Mehr von dem Blödsinn hätten wir eh nicht gebraucht.

Einige Darsteller und Rollen aus dem ersten Teil sind wieder mit dabei. Als Gaststar fungiert diesmal Tim Curry als notgeiler Professor. Charakterentwicklung gibts natürlich auch keine. Sie spulen ihre Rollen ab und das wars.

Fazit:

Totaler Reinfall, unlustig und ein Qual zum Anschauen.

0/5

In einem Maisfeld in Middelfield ist über Nacht ein seltsamer Kornkreis erschienen. Farmer Tom macht sich ernsthafte Sorgen um seine finanzielle Zukunft und kann von seinem rappenden Bruder keine große Hilfe erwarten. Hingegen wittert Reporterin Cindy Campbell eine heiße Story. Allerdings ist ihr Chef wenig davon begeistert, denn im Maisfeld gibt es keine Titten. Ihre beste Freundin Brenda ermutigt sie dann doch, sich der Sache anzunehmen, denn außerdem geht gerade ein seltsamer Videofilm um. Da eine globale Krise droht, ruft dies den Präsidenten der USA auf den Plan….

Kritik:

Wie kann man einen totalen Reinfall wieder gutmachen? Man schmeißt die Macher der Misere raus, tauscht die Darsteller aus und versucht es erneut. So wurde das Zepter an Altmeister David Zucker übergeben, der uns schon mit der „Nackten Kanone“ zum Lachen brachte. Und gut wars. So findet die Reihe zurück zum Humor, und dank Zucker spielt sich dieser auch oft in der Umgebung oder im Hintergrund der Protagonisten ab. Situationskomik ist einfach besser, als zu versuchen gezwungen lustig zu sein.

Grundtenor der Geschichte sind die Filme „The Ring“ und „Signs – Zeichen“. Drumherum gibt es noch Anspielungen auf andere Filme, die sich auch gut in die Handlung einfügen. So gibts einen kleinen Ausflug nach „8 Mile“, oder „The sixt Sence“.

Nachdem es nur Cindy und Brenda in den dritten Teil geschafft hatten und uns zum Glück nun Wayans also Oberkiffer erspart bleibt, ist es erfreulich, dass mit Leslie Nielsen und Charlie Sheen zwei Comedyalthasen mit dabei sind. Diese wertet den Film auch immens aus. Natürlich erwarten wir von den Darstellern keine oscarreife Leistung mehr, zumindest wurde den Charakteren etwas Tiefe verliehen. Einen kurzen Gastauftritt liefert Pamela Anderson.

Fazit:

Die Reihe in andere Hände zu geben war die richtige Entscheidung. Zucker zeigt, dass er es noch kann und schwarzhumorige Situationskomik sorgt für einen unterhaltsamen Abend.

3,5/5

Seltsamerweise hat Cindy ihren Job als Reporterin verloren und bewirbt sich nun als Altenpflegerin. Ihr erster Auftrag führt sie ins Haus von Mrs. Norris. Während im Haus seltsame Dinge geschehen, trifft sie auf ihren Nachbarn, der nach seiner Scheidung die Kinder aufgehalst bekommen hat. Hätten die beiden nicht schon genug Probleme, greifen plötzlich außerirdische Tri-Pods die Erde an…

Kritik:

Nachdem der dritte Teil gelungen war, dauerte es nicht lange, bis Teil 4 nachgeschoben wurde. Und das Erfolgsteam durfte ein weiteres Mal ans Parodieren. Charlie Sheen spielt allerdings nur recht kurz mit. David Zucker übernimmt wieder Regie und überzeugt abermals mit Situationskomik und actionreiche Bildhintergründe.

Als Intro bekommen wir einen Ausschnitt aus den „Saw“ Filmen, zu dem wir im Verlauf des Films wieder zurück kommen. Dazwischen gehts munter weiter mit „Krieg der Welten“ und „Der Grudge“. Als Running Gag werden, wie schon im dritten Teil, immer wieder Kinder durch die Luft geschossen oder verletzt. Situationskomik wurde wieder gut eingesetzt.

Genial ist wieder Leslie Nielsen als Präsident. Vor allem die Szene, die an Bush im Kindergarten während 911 erinnert hat schon einen Preis verdient. Natürlich sind wieder Cindy und Brenda mit dabei. Craig Bierko als Charlie Sheen Ersatz macht seine Sache auch recht gut.

Fazit:

Zucker kann das Niveau des Vorgängers halten und bringt uns eine ansehnliche Fortsetzung der Reihe.

3,5/5

Als Charlie Sheen beim Sex gestorben ist, sind seine Kinder spurlos verschwunden. Nach einiger Zeit werden sie aber gefunden und seinem Bruder Dan und dessen Freundin Jody in die Obhut gegeben. Sie bekommen ein neues Haus, wenn sie die Kinder aufnehmen. Der Haushälterin sind die Gören aber nicht ganz geheuer, denn sie haben einen bösen Geist ins Haus gebracht. Während Jody wieder Ballet Unterricht nimmt, installiert Dan immer mehr Kameras im Haus…

Kritik:

David Zucker übergibt den Regiestuhl an Malcolm D. Lee und der bringt uns nicht wirklich viel Sehenswertes. Teil 5 ist eine Mischung aus Paranormal Activity, Mother und Black Swan. Ausflüge gibts auch zum Planet der Affen, Interception und Evil Dead.

Mit dem Regisseur hat sich nun auch der letzte Rest der Stammcrew verabschiedet und wir haben es mit ganz neue Charakteren zu tun. Tiefe haben die allerdings nicht. Einzig die Haushälterin bringt noch etwas Qualität in den Film.

Zu Lachen gibts nicht mehr allzu viel. Haushälterin Maria hat einige Lacher auf ihrer Seite, ansonsten sind noch die Heimwerkerkünste von Dank recht witzig. Der Rest dümpelt so dahin. Es ist weder lustig, noch spannend. Eine Ausnahme der Eintönigkeit beschert uns die Christengruppe in der Evil Dead Hütte. Dabei gibts auch ein bisschen Blut. Ein Sprecher führt durch den Film, um Hintergründe zu erklären.

Fazit:

Naja, die Luft ist mal wieder raus. Ein paar kleine Lichtblicke gibts, aber der Rest ist fad.

2/5

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