Little Monsters (Filmkritik)

Dave hat sein Leben verkackt. Seine Band hat ihn vor Jahren verlassen, seit dem sorgt er für akustische Belästigung in Fußgängerzonen. Mit seiner Freundin läuft es auch nicht so gut. Sie möchte Kinder, er fühlt sich selbst noch als Kind, was natürlich zu ständigem Streit führt, bis sie ihn vor die Tür setzt.

Also zieht er kurzer Hand bei seiner Schwester ein, die eine kleinen Sohn hat. Sie stellt die Bedingung, dass er mithelfen soll und so schickt sie Dave mit dem Kleinen in den Kindergarten, wo Dave sich sofort in die heiße Betreuerin verknallt. So willigt er auch ohne lange zu überlegen ein, die Kindergruppe bei einem Ausflug auf eine Farm zu begleiten.

Noch immer in der Hoffnung, bei der feschen Kindergartentante landen zu können, erträgt er neben nervenden kleinen Monstern auch peinliche Kindershowmoderatoren. Doch als im benachbarten Armycamp eine Zombieapokalypse ausbricht, muss Dave endlich erwachsen werden…

Kritik:

Irgendwie komisch, dass hierzulande im Kino keine Vorschau zu dem Film lief und dann natürlich nicht verwunderlich, dass wir alleine im Saal gesessen sind. Dabei ist der Film doch echt gut.

Little Monsters erzählt die Geschichte eines Mannes, Alexander England, der es verabsäumt hat, erwachsen zu werden. Was ihn natürlich mit der Welt anecken lässt. Sex, Drugs and Rock & Roll wär sein Lebenstraum, doch dabei scheitert es schon bei zwei der drei Dinge. Die Zeit mit seinem kleinen Neffen und die Horde Zombies schaffen es dann vielleicht, ihn in die richtige Richtung zu lenken. Bis dahin versucht er ziemlich tollpatschig bei der scharfen Kindergartentante zu landen.

Diese, Lupita Nyong’o, steht natürlich voll im Leben, liebt ihren Job und natürlich die Kinder. Nyong’o überzeugt voll und ganz in ihrer Rolle, und beschützt die Kinder in jeder Lebenslage, denn sie ist für ihre kleinen Monster verantwortlich. Somit stellt sie den totalen Kontrast zu Dave dar. Auch der ein oder andere Nebencharakter versteht zu überzeugen. Zum Beispiel entpuppt sich der Entertainer Teddy McGiggle als komplettes Gegenteil seiner dargestellten Rolle.

Vor allem legt der Film wert auf Humor. Schon zu Beginn schreien sich Dave und seine Freundin ununterbrochen bei diversesten Szenen an, Daves Schnapsideen gehen eigentlich immer nach hinten los und auch die Kinder sorgen für diverse Schmunzler.

Interessant und witzig wirds, wenn die Zombies auf den Plan treten. Zum Einen unterstützen die Dave beim Erwachsenwerden, zum Anderen parodieren sie ihr eigenes Genre. Aber der geneigte Zombiefan kommt auch auf seine Kosten, denn die illustren Genossen dürfen ganz wie es ihr Genre vorschreibt morden und in Eingeweiden matschen und dabei Kinderlieder singen.

Fazit:

Little Monsters ist eine geniale Mischung aus Zombiefilm und Komödie, der mit Humor und gut durchdachten Charakteren, die sich im Verlauf des Films entwickeln dürfen, überzeugen kann.

3,5/5

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