Wishmaster (Filmkritik)

Persien im Jahre 1127. Ein Sultan steht im Pakt mit einem Djinn. Als er den  zweiten Wunsch ausspricht und Wunder sehen will, bricht das Böse auf seinem Hof aus und befällt seine  Leute. Im letzten Moment bevor der dritte Wunsch ausgesprochen werden kann, bannt der Hofzauberer den Djinn ein einem Rubin. Denn hätte der Djinn alle drei Wünsche erfüllt, wäre er frei gekommen und seine Legionen hätten die Welt erobert.

Jahrhunderte später kauf der Millionär Raymond Beaumont (Robert Englund) eine antike Statue, die einen Gott aus der Zeit Persiens darstellt. Doch beim Ausladen vom Schiff löst sich das Paket und die Statue fällt zu Boden. Dabei wird ein Mann erschlagen und die Statue zerstört. Ein Hafenarbeiter findet den Rubin an der Unglücksstelle und bringt ihn in ein Auktionshaus. Alexandra, die im Auktionshaus arbeitet untersucht den Edelstein und weckt den Djinn, woraufhin sie eine Bindung zu ihm eingeht. Sie möchte den Stein näher untersuchen lassen  und bringt in zu einem befreundeten Forscher. Als dieser ihn von einem Laser abtasten lässt, befreit er den Djinn.

Und so streift der Djinn durch die Straßen, ständig auf der Suche nach Alex, denn sie kann ihn endgültig befreien. Und Alex wird bei jedem Mord von Visionen geplagt. So beginnt sie Nachforschungen anzustellen…

Kritik:

1997 produzierte Altmeister Wes Craven einen durchwegs gelungenen und blutigen Horrorfilm. Nachdem das Horrorgenre zu einseitig geworden war, brachte Robert Kurtzmann mit Wishmaster wieder etwas Abwechslung ins Spiel. So präsentieren uns die beiden eine Geschichte um ein mächtiges Wesen aus der prä-islamischen Ära. Kannen wir die Djinn im Fernsehen bisher nur als liebenswerte Helfer, lehrt uns Andrew Divoff das Gegenteil.

Nach einer kurzen und überaus gelungenen Einführung, wo wir schon die Effektkünste des Films bewundern dürfen, geht die Geschichte in der heutigen Zeit weiter, wo der Djinn auf der Suche nach Alex frische Seelen einsammelt, indem er Leuten einen Wunsch erfüllt, der natürlich kräftig nach hinten los geht, und diese Opfer auf sehr kreative Weise ums Leben kommen.

Die Effekte sind natürlich das Hauptaugenmerk des Films. Der Großteil wurde in guter alter Handarbeit hergestellt, die wenigen Computereffekte wirken heute recht billig. Ein wenig erinnern die Tode der Leute an Hellraiser 3. Spannung kommt dabei nicht wirklich auf, auch die Atmosphäre bietet nichts Außergewöhnliches.

Die Charaktere sind durchdacht gestaltet und man erfährt von einigen auch die Hintergrundgeschichten. Bei den Darstellern geben sich einige Genrestars wie Robert Englund, Tony Todd oder Kane Hodder Kurzauftritte. Hauptdarstellerin Tammy Lauren macht ihre Sache recht gut. Vor allem überzeugt aber Andrew Divoff als hinterlistiger Djinn.

Fazit:

Craven brachte mit dem Wishmaster wieder frischen Wind ins Horrorgenre und überzeugt mit sehr gut gemachten Effekten und einer interessanten Geschichte.

3,5/5

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