Rim of the World (Filmkritik)

Einige Außenseiterkids werden von ihren Eltern in ein Ferienlager gesteckt. Bei einem Ausflug an den See gehen Alex und Dariush in den nahen Wald. Bei einem Gerangel funkt ortsansässige Gabrial dazwischen. Doch als der Streit beigelegt ist, bekommen sie eine Warnung aufs Handy und kurz darauf bemerken sie einige Explosionen am Himmel. Als sie zur Gruppe zurück laufen, ist diese bereits ohne die Streuner zum Camp zurück gefahren.

Auch das Camp finden sie verlassen vor, und schon fliegen Kampfflugzeuge und Alienraumschiffe über sie hinweg. In dem Chaos stürzt auch noch eine Rettungskapsel von der ISS mitten im Camp ab. Die Frau in der Kapsel gibt den Kids noch einen Schlüssel und schickt sie zu einem Stützpunkt. Doch sie hat auch einen Außerirdischen mitgebracht, der nun Jagd auf die Kids macht…

Kritik:

Nach dem Erfolg von Stranger Things dachte man bei Netflix mit einem Si-Fi Film mit ähnlichem Konzept an den Hype anschließen zu können. So haben wir hier einen bunt zusammen gewürfelten Haufen Kids, fiese Aliens und eine Apokalypse. Aber mal der Reihe nach.

So lernen wir zunächst mal unsere Protagonisten kennen, die sich dann im Ferienlager treffen. Zum einen haben wir einen introvertierten Nerd Alex, der sich total für die NASA und Aliens interessiert. Weitaus nervender ist der reiche, verwöhnte Angeber Dariush, dem man eigentlich gleich zu Beginn wünscht, seine Eltern wären ins Camp Crystal Lake gefahren statt in Rim of the World. Bei seinem ganzen nervenden Gerede kommt ihm hin und wieder doch eine geniale Anspielung auf andere Filme aus. ZhenZhen kommt auf eigene Faust ins Camp und kristallisiert sich Ruhepol zwischen den Jungs heraus. Sie bewahrt als Einzige eine kühlen Kopf. Und Gabriel hatte bisher nicht viel Glück im Leben. Seine Familie ist zerrüttet und er trifft die anderen eher zufällig im Wald.

Im Verlauf des Films wachsen die Kids dann zusammen, erzählen von ihrer Vergangenheit und entwickeln sich auch weiter. Sie merzen ihre Schwachpunkte aus indem sie sich gegenseitig helfen. Die Übrigen Charaktere spielen fast keine Rolle. Einige Campbetreuer wären auch in Crystal Lake besser aufgehoben. Die Darsteller sind offensichtlich bemüht und wirken routiniert. Selbst die Kids bleiben ihrem Charakter treu und überzeugen.

Das Tempo ist im Film recht hoch. Schon nach der kurzen Einführung geht die Alieninvasion los und die Action kann sich durchaus sehen lassen. Raumschiffe zerstören Flugzeuge oder Fahrzeuge. Auch die Spannungskurve steigt im Verlauf des Films und das riesige CGI Alien sorgt für etwas Nervenkitzel bei der Jagd nach den Kids. Leider, oder zum Glück scheint es nur eines von den Viechern zu geben.

Allerdings wirkt das Drehbuch ein wenig unausgegoren und einige Dialoge sind fehl am Platz. Der Pseudoreiche nervt die meiste Zeit und die Erwachsenen sind überdurchschnittlich freundlich. Vieles ist unlogisch, wie Verletzungen die einerseits lebensbedrohlich wirken und dann doch wieder nur wie kleine Kratzer zu sein scheinen.

Fazit:

Übersieht man einige Logiklöcher und nervende Kinder ist Rim of the World eine kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch.

3/5

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