Mr. Socrates (Filmkritik)

Dong-huk Koo ist kein sehr angenehmer Zeitgenosse. Er treibt sich meist auf den Straßen rum, ist leidenschaftlicher Schläger und verdient sich mit kleinkriminellen Aktivitäten. Er hatte auch nicht die besten Voraussetzungen in die Wiege gelegt bekommen. Seine Mutter hat ihn in frühen Jahren verlassen. Sein Vater musste ins Gefängnis. Und so war Dong-huk auf sich alleine gestellt. Noch dazu musste er auf den kleinen Bruder aufpassen. Er brach auch die Mittelschule ab.

Eines schönen Tages wird er einfach von einem großen Verbrechersyndikat gekidnappt, und gezwungen den Stoff der Grund und Oberstufe zu lernen. Keiner will ihm den Grund seiner Misere nennen. Als er dann den Schulabschluss geschafft hat, wird er vom Syndikat zum Polizisten ausgebildet, und bei der örtlichen Polizei eingeschleust.

In kürzester Zeit steigt Dong-huk zum Detektiv auf. Dabei war das Syndikat auch nicht ganz unschuldig. Und so hat er nun die Aufgabe die Verbrecher zu decken. Doch Dong-huk gefällt sein neuer Job, und er nimmt ihn sehr ernst, was er ohne die aufgezwungene Schulbildung nicht getan hätte. Und so steht er jetzt zwischen den Fronten…

Kritik:

Ob der Coverangaben erwartet man sich ja einen ziemlich brutalen Actionfilm. Noch dazu ziert das „keine Jugendfreigabe“ Schild die Hülle. (Wie sich herausstellt, gilt die Freigabe den beigefügten Trailern, die unter anderem die neue „Masters of Horror“ Serie beinhalten.) Noch dazu kommen die Bilder des Covers nicht im Film vor.

Also mal abgesehen vom Etikettenschwindel, handelt es sich bei „Mr. Socrates“ um eine reine Komödie mit ein paar Schlägerrein und den ein oder anderen Gebrauch einer Schusswaffe. Der Humor hingegen ist recht locker und teils auch sarkastisch. Er erfährt dann noch eine Steigerung, ab der Stelle, wo der Held dann Polizist ist. Einmal wird das Ganze dann übertrieben, was die Szene leider ins Lächerliche abrutschen lässt.

Auch einige Längen gibt’s bei dem Film zu verzeichnen. Die Sache mit dem erzwungenen Studium dauert einfach zu lange, und bietet nur wenige witzige Momente. Danach baut der Film das Tempo auf, das bis zum Schluss gehalten wird.

Der Film ist auch sehr dialoglastig. Das stört allerdings nicht wirklich, nur gibt’s bei vielen Gesprächen auch keine Hintergrundgeräusche. Hin und wieder werden dann Personen wir Sokrates und Konfuzius zitiert. Die Musik ist gut gewählt, und vermag zu gefallen. Eine Dolby Anlage ist für den Film aber nicht von Nöten, da der meiste Sound aus dem Center kommt, und wenn die Musik einsetzt werden nur die beiden vorderen Boxen beansprucht.

Die Schauspieler machen ihre Sache alle recht gut. Vor allem der Hauptdarsteller (Rea-won Kim) überzeugt voll und ganz in seiner Rolle. Gekonnt spielt er die Entwicklung seines Charakters vom Ungustl zum rechtschaffenden Gesetzesvertreter.

Fazit:

Erwartet euch bitte keinen reinen Actionfilm. Dennoch kann der Film mit seinen teils witzigen Einfällen unterhalten.

3/5

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