Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb (Filmkritik)

Familie Kobayashi hat es geschafft aus dem tristen Stadtleben in ein kleines Häuschen im Speckgürtel zu ziehen. Das war auch dringend nötig, denn die Familie leidet unter diversen Neurosen, die Papa auf sein langjähriges Versagen zurückführt. Doch die Neurosen scheinen nicht besser zu werden, die Tochter legt ihre imaginäre zweite Persönlichkeit nicht ab und der Sohn vertieft sich ins Lernen, weil er unbedingt auf die Uni will. Und dann nistet sich auch noch der Großvater ein, der schön langsam allen auf die Nerven geht. Papa ist besorgt und möchte will eine Heilung für ihre kollektive Krankheit finden…

Kritik:

Gakuryû Ishiis Film bekam wohl einen der ungewöhnlichsten deutschen Filmtitel verpasst. Aber gar so abwegig ist dieser dann auch wieder nicht. Die Familie treibt sich zusehends gegenseitig in den Wahnsinn. Und dabei hatte Ishii irrwitzige Ideen, sodass der Film recht schnell eine Dynamik entwickelt, die seine Protagonisten vereinnahmen.

Die Familienmitglieder sind allesamt auf ihre Art schon recht skurril und von den Darstellern auch überzeugend gespielt. Jeder geht seinen Aufgaben bzw. Träumen nach, wobei der Vater schwere Neurosen vermutet. Als der Großvater dann noch einzieht, gerät das labile Gleichgewicht ins wanken. Denn obwohl die Familie den Alten wieder los werden will, besteht der Vater drauf , dass Opa bleibt und fängt sogar an, ein Zimmer für ihn zu bauen. Und schon bald gehen sich alle gegenseitig an die Gurgel.

Das kleine Haus ist dabei auch gut in Szene gesetzt und muss im Verlauf des Films so Einiges mitmachen. Irgendwie passt auch die eher eintönige Musik zu den gezeigten Bildern. Das Tempo steigert sich laufend und gipfelt im ausführlichen Finale.

Fazit:

In dieser Komödie schenken sich die Protagonisten nichts.

Bewertung: 3 von 5.

IMDB

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