Ghost Host, Ghost House (Serienkritik)

Kevin wuchs in den USA auf, nachdem er die Highschool abgeschlossen hat, reist er nach Thailand um seine Tante und ihre Familie zu besuchen. Kevin ist leidenschaftlicher Influencer, wobei er des Nächtens verlassene Häuser nach Geister durchsucht. Auch die Familie kommt Kevin etwas seltsam vor, aber naja er hat sie ja zehn Jahre nicht gesehen. Sie haben einen Hausarbeiter namens Pluem, der sie unterstützt.

Anders als Kevin fürchtet sich Pluem vor Geistern und beklagt sich, dass er am Nachhauseweg bei einem Spukhaus vorbei gehen muss, was Kevins Interesse weckt. Pluem bietet ihm an, ihn dort hin zu führen, aber er wird ihn nicht hinein begleiten. Kevins Familie, die vor kurzem selbst verstorben ist, weiß um die garstigen Geister in dem Haus und folgt dem Jungen, um ihn zu beschützen.

Dabei stößt die Familie auf Geisteragenten, die ihnen für jede Interaktion mit der Welt der Lebenden Geisterpunkte abziehen. Und doch haben die frischen Geister noch Einiges zu lernen, konnten sie durch den Unfall auch nicht richtig mit der Welt abschließen.

Währenddessen bemerkt Kevin in seinem Blog, wie süß der Gärtner Pluem ist, und verbringt etwas Zeit mit ihm. Dabei versucht er den ängstlichen Pluem zum gemeinsamen Geisterjagen zu überreden und die Beiden kommen sich näher…

Kritik:

Die thailändische Boy-Love Serie umfasst 8 Episoden und erzählt eine interessante Geschichte, die allerdings unter Logiklöchern leidet. Die Episoden sind in jeweils vier Kapitel unterteilt. Dabei treffen wir auf nette Geister, die sich selbst erst bewusst werden müssen, dass sie Geister sind. Irgendwie passiert dies allerdings zu früh, was dem Ganzen etwas die Spannung nimmt. Noch dazu sind Teile der Handlung sehr voraussehbar. In Thailand ist der Glaube an Geister weit verbreitet und so schöpft die Serie zwar Einiges an Potential aus, lässt aber Vieles liegen.

Interessant ist die Sache mit den Geisterpunkten, die allerdings recht wenig ausgebaut wird. Anfangs kommt die Familie etwas kurz. Ihr Dasein scheint sich um Kevin zu drehen, doch hatten sie ja auch ein Leben davor. Darum kümmert sich die Serie in den späteren Folgen, und wir lernen vor allem die beiden Geschwister näher kennen.

Anders verhält es sich bei den beiden Hauptpersonen. Sie stellen sich ordentlich vor und wir erleben das Aufblühen ihrer Liebe. Etwas getrübt wird das Ganze von ihren Verlusten und der Bewältigung der Gleichen. Die beiden Hauptdarsteller sind sichtlich bemüht und auch recht süß miteinander. Besonders Folge vier ist hier sehr gelungen, wo Kevin Pluem bei seinen vielen Jobs begleitet und ihn richtig kennen lernt.

Generell versucht die Serie ein einfühlsames Drama zu sein, das sich viel mit dem Tod und Verlust beschäftigt, aber auch seine witzigen Momente hat. Zum Beispiel gestalten sich die Versuche Geister zu sehen eher lustig. Überhaupt nicht thematisiert werden die Standard A Themen wie Outing und Akzeptanz. Es ist ganz normal, dass die Burschen sich lieben und wir treffen in der Serie auch anderen LGBT Personen.

Generell könnte die Serie etwas straffer sein. Manche Längen entstehen. Kevins anfängliche Passion tritt immer weiter in den Hintergrund. Viele Fragen bleiben offen. Manchmal scheint es so, als wäre dem Drehbuchschreiber nichts mehr eingefallen. Manches erscheint unlogisch. Und doch bleiben uns die romantischen Momente in Erinnerung.

Fazit:

Relativ unspektakuläre Serie mit interessanter Ausgangsgeschichte, die sich allerdings mit der zeit verläuft.

Bewertung: 2 von 5.

IMDB

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s