Patrik 1,5 (Filmkritik)

Sven und Göran sind vor kurzem in ein neues Haus gezogen. Von der Nachbarschaft werden sie herzlich empfangen. Jetzt fehlt nur noch ein gemeinsames Kind zum perfekten Glück. Der Adoptionsantrag ist auch schon gestellt. Doch dies gestaltet sich recht schwierig, denn anscheinend will kein Land einem homosexuellen Paar ein Kind anvertrauen.

Nach einiger Zeit scheint es das Schicksal doch gut mit dem Paar zu meinen, sie bekommen ein Schreiben der Adoptionsagentur, dass ein Junge namens Patrik 1,5 Jahre alt und aus schwierigen Verhältnissen stammend, für sie zur Adoption bereit ist. Als dann ein 15jähriger, kleinkrimineller, homophober Teenager vor ihrer Tür steht, ist das Chaos perfekt…

Kritik:

Ella Lemhagen erzählt in dem an ein Theaterstück angelehnten Film über Familie und Geborgenheit. Im Mittelpunkt stehen ein schwules Paar und ein schwieriger Teenager, die sich erst zusammenfinden müssen.

Anhand von Sven und Göran greift Lemhagen einige, sich in vielen Filmen wiederholende Themen auf. Sie sehen sich Diskriminierungen gegenüber. Einerseits will man ihnen kein Kind zur Adoption anvertrauen, andererseits schließen sie die Nachbarn still und heimlich von Partys aus.

Und Teenager Patrik hatte es im Leben gar nicht leicht. Von einem Pflegeheim ins nächste weiter geschoben, hatte er nie so was wie Geborgenheit erfahren dürfen. Nun findet er sich in einer Vorgartensiedlung wieder, wo alles perfekt zu sein scheint. Bis auf die Tatsache, dass seine Adoptiveltern ein schwules Paar sind. Doch nach und nach taut der Junge auf, gliedert sich in die Nachbarschaft ein und ändert seine Einstellung.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben auch ein wenig Hintergrundgeschichte zu bieten. Vor allem Patrik musste schon Einiges durchmachen, was auch nicht immer ausgesprochen wird. Die Charaktere entwickeln sich über den Film hinweg weiter und bauen eine Harmonie auf. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen und verleihen die nötige Tiefe.

Die Sets sehen teilweise wie aus dem Bilderbuch aus und versprühen einen gediegenen Deperate Houswifes Charme. Auch die Musik ist gut gewählt und passt stets zu den gezeigten Szenen. Der Humor ist auf einem ausgeglichenen Level und wirkt nie aufgesetzt oder übertrieben. So hat der Film auch genügend ruhige Momente, die zum Nachdenken anregen.

Fazit:

Ein gelungenes Familiendrama mit Happy End.

Bewertung: 3.5 von 5.

IMDB

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