Alles ist möglich (Filmkritik)

Kelsa bestreitet ihr letztes Schuljahr und konnte sich noch nicht für ein College entscheiden. Obwohl sie ihre Mutter tatkräftig unterstützt, interessiert sich Kelsa viel mehr für ihren Blog, so sie über ihr Leben als Trans und ihre Träume spricht. Auch ihr Mitschüler Kahl hat so seine Entscheidungsprobleme für die weitere Ausbildung, seine Eltern drängen auf einen wirtschaftlichen Zweig, er interessiert sich viel mehr für Kunst. Er treibt sich außerdem in Beziehungsproblemforen rum um den Usern mit Rat zur Seite zu stehen. Nachdem die Beiden immer wieder im Kunstunterricht zusammenarbeiten, kommen sie sich näher. Doch haben sie noch Bedenken ob sie für den nächsten Schritt bereit sind…

Kritik:

Billy Porter erzählt uns in seiner ersten Regiearbeit eine Lovestory, die zwar nicht viel Tiefgang hat aber sich durch ihre beiden Hauptprotagonisten vom Standard A abhebt.

So steht im Mittelpunkt ein Transmädchen, das von der Trans-Schauspielerin Eva Reign gespielt wird. Kelsa ist in ihrer Schule geoutet und mitten in ihrer Hormontherapie. Behutsam spricht Porter Transthemen durch seine Protagonistin an. In ihrem Blog redet Kelsa über diverse Dinge aus ihrem Leben und ihrem Weg zur Frau. Obwohl die Mitschüler sie akzeptieren, stößt Khal auf Unverständnis bei manchen Freunden.

Kahl ist Moslem und Sohn wohlhabender Eltern. Sie erwarten von ihm eine gute Ausbildung und einen hochbezahlten Beruf. Er ist sich auch relativ unsicher, wie er ihnen beibringen soll, dass seine Freundin Trans ist.

Doch Nebenbei müssen unsere beiden Turteltauben auch durch die üblichen Teenagerdramen wie alle anderen auch. Eifersüchtige Freunde machen ihnen das Leben schwer und so steht das junge Glück auch schon wieder an der Kippe. Doch irgendwie schwächelt Porter hier, da er zu viele Themen auf einmal einbringen will. In dem Übermaß leidet dann die Dramaturgie.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Darsteller überzeugen in ihren Rollen. Sie entwickeln sich über den Film hinweg weiter. Auch die Nebenrollen passen gut in die Geschichte. Die Sets sind gut ausgestattet und die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen.

Fazit:

Es ist erfreulich mal wieder eine Transperson in der Hauptrolle zu sehen. Porter macht dabei einiges richtig, doch wäre ein wenig weniger doch mehr gewesen.

Bewertung: 3.5 von 5.

IMDB

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