Rubikon (Filmkritik)

2056, die ökologische Lage ist katastrophal. Nur die Reichen können es sich leisten in „Air Domes“ zu wohnen, die mittels Filteranlagen die kontaminierte Luft reinigen. Großkonzerne haben Regierungen abgelöst und Konflikte um Ressourcen werden von den Konzernsoldaten ausgetragen. Alle Versuche eine neue Heimat im All zu finden, sind gescheitert. Eine letzte Raumstation, namens Rubikon, widmet sich der Forschung um eine Lösung für die ökologische Krise zu finden.

Doch als Permafrostgase mit dem toxischen Nebel reagieren, spitzt sich die Lage zu. Noch dazu verliert die Crew den Kontakt zur Bodenstation und einem Außenteam, das den neuen Nebel erforschen wollte. Als einige Zeit später ein Notruf aus einem Bunker die Raumstation erreicht, muss die verbleibende Crew entscheiden, den Leuten auf der Erde zu helfen, oder auf der sicheren Station zu bleiben…

Kritik:

Magdalena Lauritsch liefert uns mit ihrem Si-Fi Film noch einen Augen öffnenden Weckruf. Definierte Klimaziele werden seit Jahrzehnten nicht eingehalten. Profit steht über dem Schutz der Umwelt. Und so zeigt Lauritsch in dieser Dystopie die Folgen unseres Scheiterns. Obwohl die erzählte Geschichte nicht mehr neu ist, gelingt es ihr dennoch sie stets interessant zu halten.

Dazu tragen einerseits die ordentlichen Spezialeffekte und computeranimierten Ansichten der verseuchten Erde bei, andererseits überzeugen die Charaktere, deren Geschichte wir im Verlauf des Films vermittelt bekommen, und die sich mit der Situation weiterentwickeln. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen und tragen den auf relativ begrenzen Raum spielenden Film. Tiefgründige Diskussionen regen zum Nachdenken an.

Die Station ist funktionell und detailverliebt gestaltet. Szenen vom Bode der Erde bleiben uns leider vorenthalten, hätten aber auch etwas den finanziellen Rahmen gesprengt. Die Musik ist gut gewählt und trägt zur dystopischen, wie auch sterilen Atmosphäre bei. Die Spannung steigert sich gemächlich und wandelt sich langsam in Dramatik. Und obwohl der Film eher langsam voranschreitet, bleibt die Geschichte stets interessant.

Auch der Filmtitel wurde gut gewählt. Der Rubikon ist ein italienischer Grenzfluss. Als Julius Cäsar im Jahre 49vChr. mit seinen Legionen, während des römischen Bürgerkrieges, den Fluss in Richtung Rom überquerte, galt dies als Kriegserklärung. Cäsar war sich bewusst, dass es ab diesem Punkt kein Zurück mehr gab. Noch heute gilt die Metapher „den Rubikon überqueren“ als unwiderruflich, riskante Handlung.

Fazit:

Rubikon ist ein tiefgründiger Film, der uns zum Umdenken animieren soll. Sehr empfehlenswert.

Bewertung: 4 von 5.

Wir bedanken uns bei Plaion Pictures für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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