I love my Dad (Filmkritik)

Chuck hats verkackt. Nach der Scheidung hatte auch die Beziehung zu seinem Sohn gelitten. Gebrochene Versprechen, Absagen und Enttäuschungen haben den Jungen immer weiter vom Vater entfernt. Zu spät hat Chuck seine Fehler eingesehen und versucht nun verkrampft den Kontakt zu Franklin wieder aufzubauen. Doch dieser empfindet die kontinuierlichen Anrufe als störend, sodass er seinen Vater auf allen Kanälen blockiert.

In einer psychischen Krise entschließt sich Chuck dem Rat eines Arbeitskollegen zu folgen, erstellt sich ein Fakeprofil und catfished seinen Sohn. Dieser fällt auf die Finte rein, und verliebt sich in die erfundene Frau, während Chuck die Konversation mit seinem Sohn genießt. Doch natürlich kann das nicht auf Dauer gut gehen…

Kritik:

Autor und Regisseur James Morosini, der auch den Franklin spielt, zeigt uns anhand eines gedacht harmlosen Beispiels die Gefahren des Catfishings. Ich schreibe hier bewusst „gedacht“ da die Realität weitaus schlimmer aussieht, aber eben diese dargestellte Situation auch nicht ganz harmlos ist.

Ein psychisch angeknackster Vater spielt seinem psychisch labilen Sohn eine Farce vor, die eigentlich nur mehr schaden als nutzen kann. Der Sohn verliebt sich in dieses erfundene Mädchen, nur um noch viel mehr enttäuscht zu werden. Und der egoistische Vater befriedigt sich an der Konversation, die ihm der Sohn in der Realität verwährt.

Die Charaktere hat Morosini gut ausgearbeitet, sie haben eine Vergangenheit und entwickeln sich über den Film hinweg weiter. Die Darsteller machen dabei ihre Sache auch recht gut und überzeugen in ihren Rollen. Und da uns Morosini das Textlesen ersparen will, manifestiert sich die erfundene Freundin in Franklins Gedanken als Mensch, mit der er spricht und interagiert. Diese Szenen sind recht gut eingefangen und passen zu in die  jeweilige Situation. Auch die Nebencharaktere fügen sich gut in die Geschichte ein.

Gelegentlich lockert Morosini die ernste Situation mit etwas Humor auf, doch die meiste Zeit über lässt er uns über die Fehler des Vaters und den naiven Sohn ärgern, während wir zusehen müssen, wie die Situation an die Wand fährt.

Fazit:

Morosini gelingt ein unkomfortabler Blick auf das fürchterliche Verhalten eines Erwachsenen, aus reinem Egoismus, ohne Sinn für Verantwortungsbewusstsein seinem eigenen Sohn gegenüber.

Bewertung: 2 von 5.

Wir bedanken uns bei Plaion Pictures für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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