Jabberwocky (Filmkritik)

Im finsteren Mittelalter, finsterer als man je gedacht hätte, verbreitet ein schreckliches Ungeheuer Angst und Schrecken im Königreich von Bruno dem Fragwürdigen. Dörfer sind verwüstet und die Überlebenden suchen Zuflucht hinter den Mauern der großen Stadt. Doch in den Wäldern gibt es noch vom Monster unberührte Orte, an denen das Leben seinen gewohnten Gang geht.

Der kürzlich verwaiste Küfersohn geht seinem Tagwerk nach und ist in die fette Nachbarin verliebt, die ihn gekonnt ignoriert. Doch bevor er um ihre Hand anhält zieht es ihn, mit einer Kartoffel in der Tasche, in die Stadt, wo er sich einen Job suchen will. Doch bis auf einen Kulturschock findet er nichts. Doch wie es der Zufall so will, wird er auserkoren, das grausame Monster zu töten…

Kritik:

In bester Monty Python Manier führt uns Terry Gilliam in eine gar fantastische Geschichte, die von witzigen Ideen und skurrilen Persönlichkeiten strotzt. Der gediegene britische Humor steckt oft im Detail, im Hintergrund oder bricht brachial über uns herein, wenn uns Gilliam stets aufs Neue mit einer Absurdität überrascht. Natürlich zünden die meisten Witze in der Originalfassung besser.

Die Szenerie im finsteren Mittelalter ist ihm durchwegs gelungen. Die Sets sind dreckig und detailreich. Sie tragen zur dichten Atmosphäre und auch zum Humor bei. Die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen, doch vor allem lebt der Film von seinen überzeichneten Charakteren. Diese sind gut ausgearbeitet und passen sich hervorragend in die Geschichte ein. Selbst die kleinste Nebenrolle trägt zum Gesamtbild bei.

Das titelgebende Monster begegnet uns gegen Ende und bringt auch etwas Action mit sich. Natürlich dürfen wir hier keine moderne Choreographie erwarten, dennoch hält sich das Tempo im Finale ohne den Humor zu vernachlässigen.

Fazit:

Herrlich finstere Komödie, die in keiner Sammlung fehlen sollte.

Bewertung: 4 von 5.

IMDB

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