Messer im Herz (Filmkritik)

Paris 1979, Anne ist dem Alkohol recht zugeneigt und verdient ihren Lebensunterhalt mit der Produktion von drittklassiken Schwulenpornos. Vor kurzem wurde sie von ihrer Freundin und Cutterin verlassen, außerdem plagen sie Geldsorgen und die Darsteller sind unzufrieden. Mit einem ambitionierten, herausragenden Filmprojekt möchte sie ihre Firma und schließlich auch ihre Beziehung retten. Doch dann treibt ein Killer sein Unwesen am Set…

Kritik:

Yann Gonzalez führt uns in seinem zweiten abendfüllenden Film in die schmuddelige Welt des C-Porno und widmet viel Zeit der Beziehungskrise seiner Protagonistin. Zwischendurch streut er künstlerische Bilder, die die Psyche von Anne (Vanessa Paradis) verdeutlichen sollen. Die sind recht düster gehalten und versprühen ihren eigenen Charme

Die Pornodrehs sind durchaus recht witzig und, obwohl sie sehr zurückhaltend sind, auch die kleinen Highlights des Films. Bei den Morden gibt es dann auch ein Bisschen Blut, aber relativ wenig Spannung. Generell dümpelt der Film vor sich hin, unterlegt mit schmuddeliger Monotonmusik.

Generell versucht Gonzalez mehr aus dem Film zu machen, als ihm wirklich gelingt. Die Beziehungskrise bremst die Handlung aus und das Ganze wird fad. Hätte er sich mehr auf die eigentliche Handlung und die Charaktere konzentriert, wärs besser gewesen. So ist keine richtig ausgearbeitet, selbst unsere Hauptdarstellerin bleibt blass und unbedeutend. Dabei hätten einige mehr etwas zu erzählen gehabt. Einzig dem Steifbläser widmet er ein Wenig Entfaltung. So ragt auch niemand der Darsteller großartig heraus.

Einen Argento Giallo erwarten wir ja nicht, aber Gonzalez bleibt bei seinen Morden schwach, wie auch bei der Erotik. Vieles wird nur angedeutet, was vielleicht komisch wirkt aber keinen Mut zeigt, obwohl der Film schon generell nicht für die breite Masse gedreht wurde.

Fazit:

Gute Ansätze werden nicht ausgebaut und zu viel Zeit wird schlichtweg vergeudet.

Bewertung: 1 von 5.

IMBD

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