Prey (Filmkritik)

Mitte des 18. Jahrhunderts irgendwo in Nordamerika. Das idyllische Leben der Comanchen ist durch weiße Trapper getrübt, die Tiere nur ihres Felles wegen töten und überall Fallen aufstellen. Die junge Kriegerin Naru ist eine hervorragende Jägerin, doch wird sie von ihren Brüdern eher belächelt, denn eine Frau sollte ja eher im Zelt bleiben und kochen. Eines Tages werden die Krieger auf einen herumstreifenden Berglöwen aufmerksam, der einen ihrer Kameraden angefallen hat. Sie machen sich auf, das Tier zu erlegen. Auch Naru lässt es sich nicht nehmen an der Jagd teilzunehmen. Als sie sich von der Gruppe entfernt, entdeckt sie eine weitaus größere Gefahr. Ein aus uralten Legenden stammendes Wesen macht Jagd auf die Gruppe…

Kritik:

Jahrzehnte nach dem kultigen Auftakt und einer eher durchwachsenen Filmgeschichte ist der Predator zurück. Bei seinen Wurzeln wieder angekommen hätte sich der Film eigentlich einen Kinoauftritt verdient gehabt. Doch Disney entschied sich für eine direct to stream Veröffentlichung.

Autor und Regisseur Dan Trachtenberg macht dabei alles richtig. Die Geschichte spielt 300 Jahre bevor Arnold Schwarzenegger einen halben Dschungel abgeholzt hat. Schauplatz ist Nord Amerika und im Mittelpunkt steht ein Stamm Ureinwohner, die erfreulicherweise auch alle von Natives gespielt werden. Es gibt auch eine Version, die in Comanchen Sprache vertont wurde.

Die jungen Darsteller haben größtenteils relativ wenig Schauspielerfahrung, machen ihre Sache aber durchwegs gut und überzeugen in ihren Rollen und in ihren sehr spärlichen Kostümen. Die Charaktere sind jetzt nicht wahnsinnig tief greifend aufbereitet, doch passen sie sich sehr gut in die Geschichte ein. Amber Midthunder trägt den Film als charismatische und vor allem sympathische Hauptdarstellerin.

Der Predator ist ebenfalls sehr gelungen. Auch für ihn ist es 300 Jahre früher, und so hat er noch nicht die hochtechnische Ausrüstung aus den vorherigen Filmen. Statt Blasterkanonen verschießt er Pfeile, was das Ganze etwas authentischer macht. Dane DiLiegro steckt hinter der Predatorenmaske.

Die Landschaft ist sehr stimmungsvoll eingefangen und auch die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen. Etwas Spannung kommt auf, doch schlägt die schnell in blutige Action um. Die Kämpfe sind sehr gut choreographiert. Vor allem Dakota Beavers Versuch den Predator zu stoppen sieht verdammt cool aus. Und sein an Arnie angelehnter Satz: Wenn es blutet, kann man es töten, lässt uns einen nostalgischen Grinser übers Gesicht fahren.

Fazit:

Ein sehr gelungenes Prequel, das den Flair des Originals erreicht. Schade, dass Disney sich gegen das Kino entschieden hat. Hoffen wir mal auf eine Blu-ray.

Bewertung: 4 von 5.

IMDB

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