A Wake (Filmkritik)

Mason leidet unter dem Verlust seines Zwillingsbruders Michell. Während ihre kleine Schwester Molly eine Gedenkfeier organisiert, versucht Mason auf spirituelle Weise Kontakt zu seinem Bruder aufzunehmen. Doch schicken ihn seine konservativen Eltern eher zur Gesprächstherapie in die Kirche. Zu diesem Anlass reist auch die ältere Schwester Megan widerwillig nachhause. Während sich alle wir üblich anzicken, steht Mitchells Freund Jameson vor der Tür und bringt die konservative Feier durcheinander….

Kritik:

Scott Boswell eine traurige Geschichte und schafft es doch uns hin und wieder zum Schmunzeln zu bringen. Dabei verpackt er die Schwierigkeiten mit denen schwule Jugendliche in konservativen Familien und Gemeinden konfrontiert sind.

Die Familie besteht aus recht unharmonischen Charakteren. Für die Eltern, bzw. Stiefmutter ist nur der äußere Schein wichtig. Die religionsfanatischen Konservativen interessieren sich nicht für die Gefühle ihrer Kinder. Die ältere Schwester ist vor einiger Zeit ausgezogen und erträgt ihre Altvorderen nur mit Alkohol. Unter der pedanten Fuchtel der kleinen Schwester kommt die Familie nun wieder zusammen um gemeinsam mit dem Pastor aus der Bibel zu lesen und dem toten Sohn zu gedenken.

Die Wahrheit verkraften sie nicht, der Pastor spricht von Sünde, die Eltern sind schockiert und sehen sich nun ihren zusammenhaltenden Kindern gegenüber, die verdrängte Wunden aufreißen und Akzeptanz fordern. Und der arme Jameson steht in der Mitte und trauert um seine verstorbene Liebe.

Mit Noah Urrea und Kolton Stewart hat Boswell zwei phantastische, und fesche, Jungdarsteller gefunden. Beide sind eher Musiker, doch haben sie schon Erfahrungen in Film und Fernsehen sammeln können. So haben wir Noah Urrea, der die Doppelrolle Mason und Mitchell spielt, zuletzt in dem Film Metal Lords gesehen. Kolton Stewart kennen wir aus Locke & Key. Beiden gelingt es sehr gut ihre Gefühle darzustellen.

Generell läuft der Film recht ruhig und nimmt sich auch Zeit aus Mitchells Leben in Rückblenden zu erzählen. Wir sehen die Beziehung zu seinem Bruder und zu seinem Freund, und erfahren wie es zu dem Tod des Jungen gekommen ist. Boswell gibt seinen Charakteren auch die Zeit zu trauern, auch wenn sie das inmitten der Familie nicht können. Wie erwähnt schicken diese furchtbaren Eltern ihren Sohn lieber zur Kirchentherapie als mit ihm zu trauern.

Fazit:

A Wake ist ein trauriger, einfühlsamer Film, der uns wieder mal vor Augen führt, dass wir uns die Familie nicht aussuchen können.

Bewertung: 4 von 5.

Wir bedanken uns bei Pro-Fun Media für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

IMDB

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