Alpha (Filmkritik)

Vor 20.000 Jahren, als die Menschheit noch vom Jagen und Sammeln lebte, machen sich die Männer eines Stammes zur Nahrungsbeschaffung auf. Die Zeit drängt, denn der Winter naht und die nächste Eiszeit steht in den Startlöchern. Bei der Jagd sollen sich die Jungen beweisen und ihre Teil für den Stamm beitragen. So möchte auch Häuptling Tau seinen Sohn Keda mitnehmen. Doch der sensible Junge folgt eher seinem Herzen als seinem Speer. Dennoch möchte ihm Papa das Überleben in der Wildnis lehren.

Doch so eine Jagd ist gefährlich. Nachts schleichen hungrige Wölfe umher, der Weg zu den Herden ist gefährlich und die Tiere wollen natürlich auch nicht als Steinzeitmenschfutter enden. Als die Menschen auf eine Tierherde treffen, wird Keda von einem Bison mitgerissen und stürzt in eine Schlucht. Die Männer überlassen ihm den Tod und ziehen zurück in ihre Dörfer. Doch Keda hat den Sturz überlebt und macht sich verletzt auf den gefährlichen Nachhauseweg, verfolgt von einem Rudel Wölfe…

Kritik:

Autor und Regisseur Albert Huges erzählt uns die Geschichte, wie Hunde domestiziert wurden und fortan die treuen Begleiter der Menschen sind. So gelingt es einem verletzten Jungen, einen verletzten Wolf zu zähmen. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die Wildnis.

Getragen wird der Film von Kodi Smit-McPhee, der in seiner Rolle überzeugen kann. 80% des Films spielt er alleine mit dem trainierten Wolfshund, und lässt unseren Protagonisten über sich hinauswachsen und erwachsen werden. Seine Eltern werden als liebevoll dargestellt, die Verständnis für ihren Sohn zeigen, der sich nie als großer Jäger behaupten wird.

Besonders gelungen sind die phantastischen Landschaftsaufnahmen bei Tag und Nacht, die sehr viel zur gelungenen Atmosphäre des Films beitragen. Spannung und Action sind ausgewogen, denn Gefahren gibt es auf dem Rückweg genug. Seltsamerweise dauert der auch viel länger als der Weg zur Jagd. So bleibt genug Zeit für Junge und Wolf eine Freundschaft aufzubauen. Huges hat für seinen Film eine eigene, fiktive Sprache entwickelt.

Leider muss ich auch einen sehr negativen Teil des Films erwähnen. Für die Produktion wurden vier Bisons geschlachtet und im Film gehäutet. Sowas darf in der heutigen Zeit nicht mehr geschehen. Daher wurde Alpha auch von vielen Kinogängern boykotiert.

Fazit:

Eine abenteuerliche Geschichte mit phantastischen Bildern und feschem Hauptdarsteller. Leider nicht ohne negativem Beigeschmack.

Bewertung: 3.5 von 5.

Hier könnt ihr die Blu-ray kaufen.

IMDB

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