Seoul Station (Filmkritik)

Hyun-suen ist von zuhause abgehauen und lebt mit ihrem nichtsnutzigen Freund in einem Apartment. Als ihnen das Geld ausgeht, will dieser die junge Frau zur Prostitution zwingen. Als Hyun-suen abermals wegläuft, verliert ihr Vater, der sie seit Wochen sucht die Spur seiner Tochter. Doch der besorgte Vater wird mit weitaus größeren Problemen konfrontiert, als im Bahnhof der Hauptstadt die Zombieapokalypse los bricht…

Kritik:

Bereits wenige Wochen nach Kinostart des überaus erfolgreichen „Train to Busan“ bescherte uns Sang-ho Yeon ein Prequel in Form eines Animationsfilms. Die Handlung spielt einen Tag vor dem Realfilm und führt uns in Seouls Abgründe.

Yeon zeigt uns keine strahlenden Helden, die Protagonisten stammen aus den unteren Gesellschaftsschichten, Looser, Angsthasen und ganz normale Menschen, wodurch er auch auf die Zustände der Hauptstadt hinweist. Die Bevölkerung gibt zu aller erst den Obdachlosen die Schuld an der Seuche. Richtig sympathisch sind uns lediglich Vater und Tochter, die wir bei ihrer Flucht durch die Zombiemassen begleiten.

Zwischendurch nimmt sich Yeon etwas Zeit um seine Hauptprotagonisten weiter zu entwickeln und uns deren Geschichten zu erzählen. Die Charaktere sind realistisch gestaltet und neigen nicht zu Übertreibungen.

Der Animationsstil ist realistisch und etwas dunkel gehalten. Die Bewegungen laufen flüssig. Spannung kommt durchaus auf und bei den blutigen Szenen halten sich die Zeichner auch nicht zurück. Es dauert auch nicht lange, bis die Action los geht. Die Zombies sind gut gestaltet und halten sich ans Original.

Fazit:

Gelungene Vorgeschichte ohne Helden und wenig Hoffnung, dafür aber mit viel Sozizalkritik.

Bewertung: 3 von 5.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

IMDB

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