Der unsichtbare Faden (Filmkritik)

Teenager Leone erzählt in seinem als Schulprojekt gestartetem Videotagebuch die Geschichte seiner Familie. Seine beiden Väter Paolo und Simone wünschten sich in den 90ern nichts sehnlicher als ein Kind. Eine Leihmutter wurde schnell gefunden und das Glück schien vollkommen. Jahre später änderten sich Gesetze und die beiden Männer durften heiraten. Doch als sie nun Leone offiziell als ihren Sohn eintragen wollen, treten weitere Probleme auf. Paolo entdeckt Simones Affäre und Leone verliebt sich in die neue Mitschülerin, doch sie möchte ihn mir ihrem Bruder verkuppeln…

Kritik:

Autor und Regisseur Marco Simon Puccioni zeigt wie eine Regenbogenfamilie, genauso wie jeder andere auch, in einem Rosenkrieg enden kann und die Kinder darunter leiden. Und dabei fängt alles, wie halt immer, so gut an. Zwei Menschen verlieben sich, gründen, wenn auch ein bisschen abenteuerlich, eine Familie und leben sich auseinander. Und schließlich streiten sich über das gemeinsame Kind und materielle Dinge.

Und dabei spricht Puccioni auch LGBTQ Themen an. Während Leones Eltern sich mit Familiengründung, Ehe und dem gemeinsamen Leben, sowie Eheproblemen befassen, verliebt sich der Junge in ein Mädchen, dessen Bruder schwul ist und sein Outing bei der konservativen Mutter noch vor sich hat. Puccioni gelingt es sich der Themen mit der nötigen Dramatik aber auch Humor zu nähern.

Die Charaktere sind sympathisch, realitätsbezogen und fügen sich gut in die Geschichte ein. Sie harmonieren gut miteinander und entwickeln sich über den Film weiter. Die Darsteller machen ihre Sache recht gut. Filippo Timi und Francesco Scianna überzeugen als streitende Eltern und sorgen auch für einige witzige Szenen. Francesco Gheghi gelingt es die Gefühlswelt des Jugendlichen gut darzustellen. Die Sets sind sehr gelungen und auch die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen.

Fazit:

Ein sehr gelungener Familienfilm mit sympathischen Charakteren und einer aus dem Leben gegriffenen Geschichte.

Bewertung: 4 von 5.

Der Film läuft auf Netflix.

IMDB

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