Ein Fremder am Strand (Filmkritik)

Der angehende Schriftsteller Shun lebt bei seiner Tante, die auf einer abgelegenen Insel eine Herberge betreibt. Immer wieder beobachtet er einen Jungen, der auf einer Bank sitzt und mit traurigem Blick aufs Meer hinaus blickt. Von seiner Tante erfährt er, dass es sich um den Waisen Mio handelt. Fasziniert von dem hübschen Jungen nähert sich Shun ihm langsam an. Und als es gut zu laufen beginnt, offenbart ihm Mio, dass er weg zieht. Drei Jahre später steht er wieder vor Shuns Tür und gesteht ihm seine Liebe…

Kritik:

Akiyo Ôhashi erweckt einen beliebten Manga zu filmischen Leben und lässt uns in eine Liebesgeschichte eintauchen, die erst einige Schwierigkeiten überwinden muss. Dabei spricht er Themen wie Homophobie und Ablehnung der Eltern an, die er auf die Protagonisten reflektiert. So wagt es Shun zum Beispiel nicht sich Mio ganz zu öffnen, da er die Reaktion der Gesellschaft fürchtet. Er kann mit Mios überschäumenden Gefühlen nicht so recht umgehen und sorgt sich um Vergangenes.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und Ôhashi zeigt uns Ausschnitte aus deren Kindheit bzw. Jugend. So zeichnet sich ein Gesamtbild rund um unsere Protagonisten, mit denen wir die ganze Stunde lang mitfiebern und hoffen, dass alles gut wird am Ende. Die Beziehung ist realitätsnah dargestellt und die angesprochenen Probleme sind durchaus aus dem Leben gegriffen. Besonders süß sind die Katzen im Film. Aber auch die Nebencharaktere passen sich gut in die Geschichte ein.

Der Zeichenstil ist sehr schön und anders als im Manga zum Glück in Farbei. Auch die Musik wurde passend gewählt. Alles in allem ist der Film ein Wenig kurz geraten. Ôhashi packt ziemlich viele Themen in die knappe Stunde, so jagt ein Drama das Nächste, und der wundervollen Liebe bleibt wenig Zeit.

Fazit:

Eine gelungene, wenn auch kurze Verfilmung einer realitätsnahen Liebesgeschichte.

Bewertung: 4 von 5.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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