Sommer 85 (Filmkritik)

Sommer in der Normandie. Als der 16jährige Alexis mit seinem Boot in ein Unwetter gerät und kentert, wird er von dem zufällig vorbeifahrenden 18jährigen David gerettet. David nimmt den durchfrohrenen Jungen sogleich mit nachhause, wo ihn dessen Mutter in die Badewanne steckt.

Langsam kommen sich die Beiden näher und beginnen eine wundervolle Sommerromanze. Alles ist perfekt, bis das Au-Pair Kate auftaucht, in die sich David verknallt. Und da beginnt der Anfang vom Ende…

Kritik:

Francois Ozon erzählt von einer jugendlichen Romanze und der Selbstfindung der Protagonisten, die diverse Phasen einer Beziehung porträtieren. Erwartungen werden geweckt und dann enttäuscht. Als die Gefühle verrückt spielen rückt das Unausweichliche näher und das Glück in weite Ferne.

Und dabei fängt alles wie in einem Märchen an. Junge in Nöten wird vom strahlenden Helden gerettet und das Glück ist unbegreiflich schön. Doch wo Licht ist, ist auch oft Schatten. Ozon wirft uns auf den Boden der Realität, lässt die Beziehung krachen und bürdet dem jungen Alexis eine schier immense Schuld auf.

Zum Glück thematisiert Ozon nicht die großen Klischees des Genres und erspart uns das Coming out seiner Protagonisten. Sie lieben sich und niemand hinterfragt es. Die Geschichte wird von Alexis durchwegs kommentiert, und so bekommen wir mehr Einblick in die Gefühlswelt des Teenagers.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und dürfen sich über den Film hinweg entwickeln. Die Darsteller machen dabei ihre Sache recht gut und überzeugen in ihren Rollen. Félix Lefebvre stellt die Gefühlswelt von Alexis großartig dar. Auch die Nebenrollen sind gut besetzt und passen sich gut ins Geschehen ein.

Die Sets sind gelungen ausgestattet und auch die Landschaft ist schön eingefangen. Die musikalische Untermalung ist durchwegs gelungen und passt stets zu den gezeigten Szenen.

Fazit:

Eine romantische wie tragische Geschichte.

Bewertung: 3.5 von 5.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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