Die Konsequenz (Filmkritik)

Die Schweiz in den 70ern. Der homosexuelle Schauspieler Martin kommt ins Gefängnis, weil er Sex mit andern Männern hatte. Bei einem in Gefängnis geübten und aufgeführten Theaterstück lernt er den hübschen Thomas, den Sohn eines Wärters, kennen. Der Junge verliebt sich in den Häftling und schleicht sich heimlich in Martins Zelle.

Als Martin entlassen wird, wartet Thomas auf ihn und die beiden möchten zusammen leben. Doch die Welt ist gegen sie. Thomas Eltern verstoßen ihren Sohn, er verliert seinen Lehrplatz und zieht mit Martin ein eine andere Stadt um weiter die Schule zu besuchen. Doch es dauert nicht lange, bis Martins Eltern ihren Sohn verhaften lassen und ein eine Erziehungsanstalt stecken…

Kritik:

Obwohl der Film einen ungeschönten Blick auf die Gesellschaft der 70er Jahre wirft, hatte er es nicht leicht. Fernsehanstalten wollten ihn nicht senden, die amerikanische MPAA gewährte ihm kein Rating, so skandalös war die Thematik damals. Und so tragisch ist das Schicksal der Protagonisten, stellvertretend für viele Menschen denen es ähnlich erging.

Wolfgang Petersen zeigte die desaströse Situation Homosexueller zu jener Zeit auf und fand mit Jürgen Prochnow und Ernst Hannawald Darsteller, die ihren Charakteren die nötige Klasse verleihen konnten. Sie entwickeln ihre Beziehung zueinander und kämpfen dafür zusammen sein zu können, doch liegen Felsen in ihrem Weg.

Die Sets sind gut ausgestattet und wirken authentisch, gedreht hat Petersen in schwarz/weiß, was die bedrückende Atmosphäre verstärkt. Die Musik setzt er eher spärlich ein, er lässt eher die Bilder für sich sprechen. Wir begeben uns auf einen eineinhalbstündigen Leidensweg, der uns nur kurze Momente des Glücks gewährt.

Fazit:

Ein sehr bedrückender Film über eine schier aussichtslose Beziehung zu einer Zeit, wo es als kriminell galt einen Menschen des selben Geschlechts zu lieben.

Bewertung: 4 von 5.

Wir bedanken uns bei Entertainment Kombinat für die freundliche Unterstützung.

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