Outlaw – Sex und Rebellion (Filmkritik)

Nikita ist in den coolsten Jungen der Schule verknallt. Doch der weiß es noch nicht. Irgendwie findet der schüchterne Streber Anklang in Alphas Clique, bis sie hinter sein Geheimnis kommen. Doch auch die anarchische Rebellin Outlaw hat ein Auge auf den feschen Alpha geworfen. Sie entführt ihn und möchte ihn als Lustsklaven unterwerfen. Trotz der vorherigen Rückweisung folgt Nikita seinem Angebeteten…

Irgendwann in den 80ern, als die Sowjetunion noch aktiv war, verliebt sich ein hochrangiger General in eine tanssexuelle Tänzerin und riskiert dabei Karriere und ihrer beider Leben….

Kritik:

Die russische Autorin und Regisseurin Ksenia Ratshnaya schuf fernab des Mainstream mit Autlo ein kontroverses Werk, das aus mehreren Gründen in Russland verboten wurde. Wahrscheinlich ging er davon aus, dass er nicht zwei Filme mit der Thematik drehen könnte, so packte er beide Handlungen parallel in ein Werk. Was aber irgendwie den Sehfluss stört, denn die beiden Geschichten haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam.

Die anarchische Outlaw steht, passend wie ihr Name, für alles was gegen den Strich der russischen Regierung geht. Sie bekümmert nichts, die Befriedigung ihres Verlangens, ihrer Lust bestimmt ihr Leben. Vordergründig lebt sie dies sexuell aus, doch auch Luxus sagt ihr zu.

Sie dominiert und so macht es ihr auch immensen Spaß den feschen Schulcliquenführer Alpha zu unterwerfen und zu brechen. Mit einem Hundehalsband gefesselt hält sie ihr jüngstes Objekt der Begierde in einem Keller. Alpha verkörpert den perfekten russischen Jugendlichen. Hetero, sportlich, selbstbewusst.

Und dann wird er von einer Frau unterdrückt, und von einem Schwulen geliebt. Nikita, was soviel wie „Der Sieger“ bedeutet, ist ein schüchterner Junge, und das russische Feindbild. Dem homophoben Politikergesindel geht es natürlich durch den Strich, dass ein schwuler Junge den Praderussen aus den Fängen der Perversion rettet. Als die Schüler raus bekommen, dass Nikita in Alpha verliebt ist, lassen sie ihn ihre Homophobie gehörig spüren.

Bei der zweiten kleinen Geschichte wird das Militär durch eine Transfrau diskreditiert. Ein General verfällt der jungen Tänzerin. Ist zwar eine nette Anekdote, bremst aber nur die Geschichte rund um Outlaw, Nikita und Alpha ein.

Gelungen ist vor allem die musikalische Untermalung und die Bildsprache, bei der Ratshnaya auch Anspielungen auf die griechische Mythologie einbaut. Die Sets sind zweckdienlich und tragen zur schmuddeligen Atmosphäre des Films bei.

Darstellerisch gibt’s keine Höchstwerte, aber auch nix zum Jammern. Die Schauspieler sind teilweise recht unerfahren, machen ihre Sache aber doch recht gut. Gleb Kalyuzhnyy, der Alpha spielt, hatte zumindest schon bei einigen Serien mitgewirkt.

Fazit:

Autlo ist ein Schlag in die homophobe russische Fratze. Mehr will er nicht sein, und das funktioniert auch.

Bewertung: 3 von 5.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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