Jump, Darling (Filmkritik)

Da sein Freund ihm bei seiner angehenden Drag Karriere nicht unterstützen will, sehnt sich Russel nach einem Neustart. Er packt seine Sachen und fährt zu seiner Oma aufs Land. Er möchte einen Schauspieler Workshop besuchen, doch auch Oma braucht seine Hilfe, da sie kaum noch für sich selbst sorgen kann und nicht ins Pflegeheim will. Also beschließt Russel kurzerhand bei ihr zu bleiben.

Überrascht entdeckt er auch eine kleine Queer-Bar in der Ortschaft, wo er als Drag Queen Stimmung rein bringt und schließlich auch einen Mann kennen lernt. Dann taucht Mama auf und alles wird kompliziert…

Kritik:

Autor und Regisseur Phil Connell erzählt uns eine kleine, aber stets interessante Geschichte über einen Mann, der seine Ziele im Leben noch finden muss. Doch als er sich um seine Großmutter kümmert erkennt er, was wirklich wichtig im Leben ist.

Dabei behandelt Connell die Geschichte um die altersschwache Oma sehr einfühlsam und bedächtig. Verständlich visualisiert er den Wunsch der alten Frau, nicht in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden. Cloris Leachmann spielt großartig in ihrer letzten Rolle.

Bei Russels Teil der Geschichte merkt man, dass Connell viel zu erzählen hat, aber dafür oft wenig Zeit bleibt, so treten manche Nebencharaktere nur für ein paar Szenen auf und verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. So fällt auch die Zeit für seine alte und neue Beziehung etwas kurz aus. Gelungen sind auf jeden Fall die Drag Auftritte und Russels Erinnerungen an seinen verstorbenen Großvater.

Die Setausstattung ist detailreich und authentisch. Bei den nächtlichen Szenen in Omas Haus wird relativ wenig Licht verwendet, was irgendwie eine heimelige Atmosphäre ausstrahlt. Die Musikauswahl ist gelungen und passt stets zu den gezeigten Szenen. Auch die Gesangseinlagen überzeugen.

Fazit:

Connell kombiniert eine interessante Geschichte mit alltäglichen Familienthemen und versucht in kurzer Zeit viel zu erzählen.

Bewertung: 3 von 5.

Wir bedanken uns bei Pro-Fun Media für die freundliche Unterstützung.

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