Boarding School (Filmkritik)

Von Alpträumen geplagt wacht der junge Jacob oft schreiend auf. Dies wird schlimmer als seine Großmutter stirbt, von der der 13jährige fasziniert ist. Als ihn sein Stiefvater tanzend in Omas Kleider erwischt, wird der sensible Junge in ein Internet für Problemkinder gesteckt.

Die Schule wird von einem fanatisch religiösen Paar geleitet und beheimatet ein paar Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung oder Vergangenheit von ihren Eltern abgeschoben wurde. Als ein Mitschüler ums Leben kommt, beschließt Jacob mit den Anderen hinter das dunkle Geheimnis der Schule zu kommen…

Kritik:

Boaz Yakin präsentiert uns einen düsteren Thriller, der mit sozialkritischen Untertönen mehr versucht als er im Endeffekt kann. Manche Ansätze sind recht gut, doch werden sie nicht weiter ausgebaut, oder spielen eine zu kleine Rolle.

Ganz interessant ist da natürlich der Hauptprotagonist Jacob, der überzeugend von Luke Prael gespielt wird. Yakin spielt eine astrale Verbindung zwischen Jacob und dessen Großmutter an, die in Flashbacks zur Nazizeit hervorgehoben wird. Durch diese Verbindung, oder weil es ihm einfach gefällt, trägt er auch gerne Omas Kleider. Das ist auch der Grund warum ihn seine Eltern in das Internat abschieben. Die Tatsache alleine ist schon sehr verwerflich. Auch sieht sich der Junge ständig damit konfrontiert als Mädchen gehalten zu werden, was er vehement abstreitet, anstatt mit sich selbst ins Reine zu kommen. Dies bleibt ihm durch die Gesellschaft verwehrt.

Seine Verbindung zur Oma geht dann im weiteren Verlauf des Films unter und die Handlung plätschert vor sich hin. Die anderen Kids, abgeschoben wegen Behinderung, oder auffälligem Verhalten fügen sich nicht alle in die Geschichte ein. Manche Hintergründe werden kurz angeschnitten, doch bleibt auch hier viel im Dunkeln.

Generell ist der Film sehr dunkel und düster gehalten. Stimmung und Atmosphäre kommen in der gotischen Schule durchaus auf. Langsam nimmt der Film Fahrt auf, bis dann Einiges enthüllt wird vergeht aber noch Zeit. Im letzten Drittel überschlagen sich dann die Ereignisse, wobei Jacobs Band mit der toten Oma noch immer nicht so recht in die Geschichte rein finden will.

Fazit:

Ein Thriller mit guten Ansätzen und düsterem Setting, doch leider ist das Drehbuch etwas unausgegoren. Der junge Hauptdarsteller hingegen überzeugt.

Bewertung: 3 von 5.

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