Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller (Filmkritik)

Der junge Marty ist mitten in der Pubertät. Doch die Schwelle zum Erwachsenwerden ist nicht einfach. In der Schule wird er gemobbt und die angespannte Stimmung der Eltern seinem älteren Bruder gegenüber tun dem Teenager nicht gut. Doch eines Tages kommt er hinter das Geheimnis seines Bruders. Immer wieder findet er abgetrennte Köpfe im Steves Kasten. Er hat Angst und spiegelt seine Gedanken in blutrünstigen Zeichnungen, die seine Eltern und Lehrer als Horrofilmphase abtun…

Kritik:

Scott Schirmer erzählt die Geschichte aus Sicht des jungen Marty, der aus dem geschützten Kinderumfeld in die Welt eines Teenagers hineinwächst. Er hat nicht wirklich Freunde und steht auf Horrorfilme. Als er herausfindet, was sein älterer Bruder in der Freizeit so treibt, manifestieren sich seine Ängste und sein Leben wird zum Alptraum.

Und so konzentriert sich Schirmer in erster Linie auf seine Charaktere und vor allem die Beziehung der beiden Brüder zueinander. Die sind relativ gut ausgearbeitet und die beiden unerfahrenen Darsteller machen ihre Sache doch recht gut. Die Eltern werden als komplett unfähige Vorbilder dargestellt. Die Mutter ist relativ blass und der Vater ein Arschloch.

Obwohl die Morde sehr eindringlich und blutrünstig sind, nun ja zumindest in der unrated Fassung, legt Schirmer den Hauptfokus auf die Psyche des jungen Marty. Ständiges Mobbing seiner Mitschüler und das schlechte Vorbild seines serienmordenden Bruders, treiben Marty zu Anwendung von Gewalt aus ausweglosen Situationen. Doch anstatt auf Verständnis zu stoßen, erfährt er noch mehr Gewalt.

Die Szenerie spielt in einer Kleinstadt, wo die Leute lieber in die Kirche rennen, als sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Zeit ist schwer einzuordnen. Einerseits schauen die Jungs VHS Kassetten, aber die Videothek bietet auch Blu-rays an. Homophobe Beschimpfungen werden von den Mobbern nur zu gerne benutzt.

Fazit:

Found ist in erster Linie ein Familiendrama, das aber auch so Einiges für Goreliebhaber bereit hält. Zumindest in der Uncut Fassung.

Bewertung: 2.5 von 5.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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