Pyewacket – Tödlicher Fluch (Filmkritik)

Das Leben eines Teenagers ist, zumindest aus Sicht des Teenagers, schwer. Die junge Leah trifft es besonders hart. Nach dem Tod ihres Vaters geht ihr die Mutter ständig auf die Nerven, und das Mädel wendet sich der Esoterik und dem Okkulten zu. Gleichgesinnte Freunde sind an ihrer Schule schnell gefunden, und so treffen sich die Jugendlichen regelmäßig zum gemeinsamen Umtrunk und zum Frönen ihres Hobbys.

Als Mama alles über den Kopf wächst, beschließt sie das Haus zu verkaufen und mit Leah umzuziehen. Was dieser natürlich gar nicht passt, und so dauert es nicht lange, bis die beiden Frauen aneinander geraten. Frustriert geht Leah in den Wald und vollzieht ein Ritual aus ihren Büchern, während sie ihrer Mutter den Tod wünscht…

Kritik:

Autor und Regisseur Adam MacDonald beweist in seinem zweiten Langfilm abermals, dass man mit seinen Wünschen vorsichtig sein sollte, denn jemand könnte sie umsetzen wollen. MacDonald, der eher vor als hinter der Kamera Erfahrung hat, macht daraus einen stimmungsvollen Grusler, der auch mit wenig Budget ein gutes Niveau schafft.

Dabei porträtiert er einen Teenager stellvertretend für einen Teil der Altersgruppe. Frustriert, ewig im Clinch mit den Eltern, alles ist dunkel und schlecht. Entscheidungen der Erwachsenen werden stets als Weltuntergang angesehen. Beim Trotz sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Unsere Protagonistin verliert sich in ihren okkulten Spielereien und kann zusehends Fantasie von Realität nicht mehr unterscheiden, was fatale Folgen haben kann. Nichtsdestotrotz bereut sie schon bald den ausgesprochenen Todesfluch und bekommt es mit der Angst zu tun. Sie nähert sich an ihre Mutter an, wird erwachsener, was von Nicole Munoz auch gut dargestellt wird. Die übrigen Charaktere erfüllen ihren Zweck und die Darsteller sind bemüht.

MacDonald schafft in seinem Film eine durchgehende betrübte und vor allem angespannte Stimmung. Das Setting im Wald trägt dabei viel zur Atmosphäre bei und der okkulte Touch bringt dem Film etwas Spannung, wenn gleich wir keinen hohen Bodycount erwarten dürfen, was ja auch nicht das Ziel des Regisseurs war. Die Ausstattung ist gut und wirkt authentisch. Und doch verliert sich der Film auch gelegentlich in einigen Längen.

Fazit:

Eine Mischung aus Teenager comig of Age und okkultem Grusler mit betrübter Stimmung aber leider wenig Biss.

Bewertung: 2.5 von 5.

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