Matthias & Maxime (Filmkritik)

Seit Kindestagen an sind Matthias und Maxime beste Freunde. Doch nun sollen sich die Wege der beiden Ex-Studenten trennen. Matthias arbeitet als Anwalt und Maxime möchte ein, zwei Jahre in Australien verbringen. Doch bevor es losgeht, feinern sie noch mit ihren Freunden. Dabei überredet sie eine Freundin in ihrem Kurzfilm aufzutreten. Doch die Rolle verlangt von beiden einen Kuss. Der allerdings bringt die Freundschaft ins Wanken, als unterdrückte Gefühle aufkommen und sich die Beiden nicht mehr klar sind, was sie füreinander empfinden. Während sich Matthias gegen seine Gefühle wehrt, möchte Maxime seinem alten Freund näher kommen. Doch die Zeit drängt, denn die Abreise rückt auch immer näher…

Kritik:

Große Veränderungen thematisiert Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Xavier Dolan in seinem Film über zwei junge Männer, die sich ein Leben lang, und doch nicht kennen. Jahrelange Verbundenheit gerät ins Wanken des Gefühlskarusells als ein gespielter Kuss alles ändert.

Die Jugend ist vorbei, Studien sind abgeschlossen und unsere Protagonisten stehen voll im Berufsleben. Als sich die Wege der Beiden trennen sollen, versuchen sie mit der Situation klar zu kommen. Bis das Gefühl aufkommt, dass da doch mehr als Freundschaft sein könnte. Dolan lässt seine beiden Charaktere unterschiedlich reagieren, und sehr menschlich agieren. Was von den beiden Darstellern auch recht gut gezeigt wird. Ein Coming out wird zwar nie wirklich angesprochen, doch müssen sich die Beiden selbst einmal darüber klar werden, was sie wollen und sich auch trauen, es dem anderen zu zeigen.

Dolan gelingt es gut diese ungewisse Zeit authentisch einzufangen und appelliert, dass man einfach mehr miteinander reden sollte. Man glaubt zwar immer, dass gute Freundschaften durch Nichts erschüttert werden können, doch spricht Dolan eben genau das aus. Ein Kuss löst Gefühle aus und kann die beste Freundschaft ins Wanken bringen. Dazu nimmt er sich viel Zeit und bremst den Film immer wieder um seinen Protagonisten ruhige Momente zu gewähren. Diese sind mit einer guten Komposition aus Bild und Ton eingefangen und tragen sehr positiv zur Atmosphäre des Films bei.

Doch zeigt er uns nicht nur die beiden Protagonisten, er gewährt uns einen Einblick in ihre Familien, ihren Job und natürlich ihre Freunde, die den Abschied noch ordentlich feiern wollen. Die Nebenrollen sind gut geschrieben und auch diese Darsteller können überzeugen. Die Nebenrollen sorgen für Aufheiterung durch teils witzige Momente, während die beiden Hauptdarsteller zusehends melancholischer werden.

Fazit:

Dolan gelingt einmal mehr ein authentischer Film, dessen Geschichte zwar nicht neu, aber gut erzählt ist. Die sympathischen Darsteller können überzeugen und tragen den Film durch alle Höhen und Tiefen.

Bewertung: 3.5 von 5.

Wir bedanken uns bei CINEMIEN Deutschland und PRO-FUN MEDIA für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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