Frankenstein trifft den Wolfsmenschen (Filmkritik)

In einer Nacht und Nebel Aktion brechen zwei Grabräuber in die Gruft von Lawrence Talbot ein, der angeblich mit seinen Reichtümern bestattet worden sein soll. Das sollte sich schnell als eine ziemlich dumme Idee heraus stellen, denn der vermeintlich Tote schlummert nur friedlich in seinem Sarg. Wenig später findet ihn ein Polizist und bringt ihn ins Krankenhaus. Es dauert nicht lange, bis sich Talbot in einen Werwolf verwandelt und mordend umherzieht.

Verzweifelt wendet sich Talbbot an eine alte Zigeunerin. Gemeinsam wollen sie Dr. Frankenstein aufsuchen, doch erfahren nur noch von seinem Tod. Als Talbot, der seine Wolfgestalt nicht beherrschen kann, von einem Mob in die Ruine des alten Frankenstein Schlosses gejagt wird, trifft er auf das im Eis gefangene Monster…

Kritik:

Man hat den Erfolg oder Misserfolg des Vorgängers gar nicht abgewartet und lässt Frankensteins Monster bereits ein Jahr darauf wieder nicht zur Ruhe kommen. Roy William Neill übernimmt die Regie und versucht einen anderen Weg als sein Vorgänger zu gehen. Also wird der beliebte Wolfsmensch vorgestellt, der im weiteren Verlauf auf das Monster treffen soll. Die Geschichte entwickelt sich weiter und bleibt irgendwie interessant.

Das Monster wird nun erstmals von Bela Lugosi gespielt und Lon Chaney Jr., der im letzten Teil das Monster war, verkörpert nun den Wolfsmenschen, den er schon im originalen Wolfmann Film gespielt hatte. Klingt komisch, ist aber so. Eigentlich wollte Chaney beide Monster spielen. Jedenfalls kann Chaney hier als Wolfmensch mehr überzeugen und wird eines Darstellers gerecht. Er kann etwas Dramaturgie um seine Rolle aufbauen, denn schließlich leidet der Wolfsmann unter seinem Fluch.

Und Lugosi schlurft mit ausgestreckten Armen durch die Gegend und neigt etwas zu Übertreibung. Die Pose scheint witzig zu sein, was Neill geschuldet ist, der verabsäumt uns zu erzählen, dass das Monster ja seit dem letzten Teil blind ist. Allerdings hat es die Sprache wieder verloren, will Neill alle seine Dialogszenen aus dem Film geschnitten hatte. Und so tritt Lugosi lediglich 5 Minuten lang als Monster auf.

Generell sind die Charaktere wieder recht blass und bleiben in ihren vorgegebenen Rollen. Die Riege umfasst neben den beiden Monstern noch einen annähernd verrückten Wissenschaftler, eine hübsche Baroness und eine zwielichtige Zigeunerin. Somit ist für das damalige Horrorpublikum genug Abwechslung vorhanden. Tiefgang können wir allerdings nur dem Wolfsmenschen zuschreiben.

Die Ausstattung ist gelungen, wenn auch wieder einiges aus dem Vorgänger vermurkst wurde. So ist die hunderte Grad heiße Schwefelquelle nun eine Eishöhle, und das ganz ohne Klimawandel. Die Effekte sind für die damalige Zeit gelungen und so dürfen wir auch eine Stop Motion Verwandlung zum Werwolf miterleben.

Fazit:

Wenn auch der Filmtitel ein Wenig in die Irre führt, denn Frankenstein spielt ja gar nicht mit, gestaltet sich das Aufeinandertreffen von zwei ikonischen Monstern durchaus gelungen und bringt etwas frischen Wind in beide Filmreihen.

Bewertung: 2.5 von 5.

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Unterstützung.

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