Bloodthirsty (Filmkritik)

Die Musikerin Grey wird von blutrünstigen Alpträumen geplagt, weshalb sie in medikamentöser Behandlung ist. Eines Tages wird sie von dem berüchtigten Musikproduzenten Vaughn Daniels eingeladen, mit ihm zu arbeiten. Also fährt sie mit ihrer Lebensgefährtin Charlie, die als Malerin nach neuer Inspiration sucht, in das Anwesen des Produzenten, mitten in den kanadischen Wäldern. Er hilft Grey zurück zur Arbeit zu finden und ein neues Album aufzunehmen. Langsam findet sie heraus, was wirklich in ihr steckt und wer sie wirklich ist…

Kritik:

Regisseurin Amelia Moses bleibt in ihrem zweiten Spielfilm ihrem Genre treu und präsentiert uns einen gelungenen Beitrag zu Werwolffilm. Dabei geht sie es eher gemächlich und ruhig an, lässt ihre Protagonistin langsam Veränderungen an sich bemerken, die sie vorweg mit diversen Psychopacks wegheilen will. Gerade diese langsame Herangehensweise tut dem Film gut, der zusehends intensiver wird.

Leidet Grey, gut gespielt von Lauren Beatty, die auch schon in Moses erstem Film mit dabei war, anfangs nur unter Alpträumen, entwickelt sie im Laufe der Zeit einen Blutdurst und driftet immer mehr ins Animalische ab, was ihre Lebensgefährtin, der die ganze Sache nicht geheuer ist, in Gefahr bringt. Die Spannung entwickelt sich langsam gegen Filmende, und auch die eher spärlichen Effekte können überzeugen. Moses verzichtet bewusst auf Gewaltorgien und überlässt Vieles den Gedanken der Zuseher.

Gelegentlich fährt Moses das Tempo noch etwas zurück und widmet die Zeit der Beziehung des Paares. Von den Charakteren erfahren wir nur das Notwendige, doch dürfen sie sich über den Film hinweg weiterentwickeln. Vaughn bleibt dabei stets etwas mysteriös und lässt auf mehr Hintergrundinfos hoffen. Auch seine Haushälterin hätte Potential für mehr Spielzeit.

Die Sets sind stimmungsvoll ausgestattet und auch die kleine, verschneite Landschaft sorgt mit ihrem Charme für eine dichte Atmosphäre. Die gelungene Musik der kanadischen Sängerin Lowell passt gut zu den gezeigten Szenen.

Fazit:

Ein eher ruhiger und ein wenig zurückhaltender Werwolffilm, doch gerade diese gemächliche Herangehensweise gibt den Charakteren mehr Raum, was dem Film sichtlich gut tut.

Bewertung: 3.5 von 5.

Wir bedanken uns bei public insight OHG für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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