Jemand ist in deinem Haus (Filmkritik)

Frisch von Hawaii zu ihrer Oma nach Nebraska gezogen, muss sich die junge Makani erst eingewöhnen. In der Schule findet sie nicht leicht Anschluss, doch muss sie eh nur noch das Abschlussjahr durchdrücken. Doch schon bald gerät die Abschlussklasse ins Visier eines maskierten Mörders, der die dunkelsten Geheimnisse seiner Opfer aufdeckt. Jeder könnte der Nächste sein. Makani und einige Außenseiter möchten die Identität des Killers aufdecken, um ihn aufzuhalten, doch auch Makani hat ein dunkles Geheimnis…

Kritik:

Netflix setzt weiterhin stark auf Eigenproduktionen und schießt einen Film nach dem anderen raus. Meist sind sie eher mittelmäßig, doch haben viele auch ihre Stärken. In Patrick Brice’s Jemand ist in deinem Haus finden wir einen Teenagerslasher mit Anlehnungen an bekannte Werke, aber auch eigene Ideen.

Dabei geht Brice mit der Zeit und lässt den Killer die aufgedeckten Geheimnisse über die sozialen Medien im Film an die Protagonisten senden. Bei den Opfern lassen sich zunächst keine Gemeinsamkeiten finden. Jeder hat Geheimnisse, die er mit anderen nicht teilt. Und eben diese deckt der Mörder auf. Doch die Reaktionen der Protagonisten werden im Film etwas ausgelassen. Während sie es erfahren, sind sich schockiert, doch wird dann nichts mehr thematisiert. Der eine Footballspieler hat zb einen schwulen Mitschüler brutal verprügelt.

Sogleich geht der Film in der bescheidenen Handlung weiter und das nächste Opfer ist an der Reihe. Die Morde sind zumindest schön blutig ausgefallen, auch wenn die Szenen nicht besonders spannend sind. Die Rückblenden in Makanis Vergangenheit sind stimmungsvoll umgesetzt und tragen zur Atmosphäre bei. Der Filmtitel passt allerdings nicht ganz, denn es spielt sich fast nix im Haus ab.

Die Charaktere sind divers und gut ausgearbeitet, und auch die jungen Darsteller können in ihren Rollen überzeugen. Etwas mehr Tiefgang bei den Nebenrollen wäre schön gewesen, doch harmonieren die Protagonisten schön untereinander, so können sie etwas Sympathie aufbauen.

Die Ausstattung und Sets sind detailreich und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Die Musik ist gut gewählt und passt zu den gezeigten Szenen. Spannung kommt, wie erwähnt, eher träge auf. Die Action steigert sich gegen Ende ein Wenig. Die Morde können überzeugen und wirken handgemacht.

Fazit:

Netter Slasher für zwischendurch, mit gut umgesetzten Morden, aber einigen Schwächen bei der Handlung.

Bewertung: 3 von 5.

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