Jedem seine Nacht (Filmkritik)

Die Geschwister Pierre und Lucie genießen das Ausklingen ihrer Jugend. Gemeinsam mit Pierres Band leben sie unbekümmert in den Tag hinein, haben Spaß und Sex. Miteinander und auch in Gruppen. Nach einem Auftritt der Band vergnügt sich Pierre noch mit einem betuchten Freier, kommt aber dann nicht nachhause. Da sich seine Schwester sorgt, schaltet sie einen Detektiv ein. Doch während sie das Rätsel um sein Verschwinden selbst aufklären will, ändert sich das Leben aller in der Gruppe…

Kritik:

Autor und Regisseur Pascal Arnold porträtiert eine Gruppe junger Leute deren unbekümmertes Leben aus den Fugen gerät. Dabei erzählt er in Rückblenden aus dem Leben der Protagonisten. Dabei springt er in der Handlung hin und her, so dass es fast schon schwierig ist zu sagen was jetzt vergangen und was gegenwärtig ist.

Pierre war als quasi Anführer der Gruppe omnipräsent, sein Verschwinden reißt ein tiefes Loch in die Gruppe. Die Beziehung zu seiner Schwester und den Freunden ist mehr als innig. Und doch verkauft er seinen Körper an alte, reiche Männer. Die Offenheit der Gruppe stößt bei anderen Gleichaltrigen nicht immer auf Zustimmung, was in einer kurzen Szene erklärt wird, doch kümmert sich der Film eher um eine weit aus interessantere Geschichte.

Welche sich nach und nach offenbart. Schnell wird klar was mit Pierre passiert ist, doch geht es hier um das drumherum und wie es dazu kommen konnte. Die Freunde verarbeiten ihre Gefühle jeder auf seine eigene Art, was allerdings nur nebenbei angeschnitten wird. In den Rückblenden erfahren wir auch zu Pierres Verhältnis zu den anderen Gruppenmitgliedern und deren Ansicht über Pierres Nebenverdienst.

Die Sets sind gut gewählt und die Gegend in Südfrankreich vermittelt etwas Urlaubsflair. Auch die musikalische Untermalung ist gelungen. Spannung kommt selten auf, da die Sprünge nicht wirklich Raum dafür lassen. Dennoch bleibt die Geschichte stets interessant und die Beziehung der Gruppe wird mit der Zeit klarer.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und harmonieren miteinander. Die Darsteller machen ihre Sache gut, obwohl sie relativ wenig Erfahrung hatten. Und schüchtern sind sie auch nicht.

Fazit:

Jedem seine Nacht erzählt eine Kriminalgeschichte mit erotischen Einblicken.

Bewertung: 3 von 5.

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