Das letzte Spiel – La Partida (Filmkritik)

In den Slums von Havanna verkauft der begabte Hobbyfußballer Reinier des Nächtens seinen Körper an spanische Freier, um für seine Frau und Tochter zu sorgen. Diese wissen von seinem Nebenverdienst und drängen ihn sogar einen reichen Spanier zu heiraten.

Eines Nachts lernt er Yosvani kennen, der ebenso arm wie er ist und seine Freundin durchfüttern muss. Zaghaft kommen sich die beiden näher, verlieben sich ineinander und möchten ein gemeinsames Leben aufbauen. Doch es liegen Felsbrocken in ihrem Weg…

Kritik:

Antonio Hens porträtiert in seinem Film kubanische junge Männer, die zwar schwul sind, sich von der Gesellschaft aber in Heteroehen drängen haben lassen und gleichzeitig ihre Körper an Männer verkaufen. Was in der Gesellschaft dann wieder als normal betrachtet wird, da es ja Geld bringt.

So begleiten wir zwei Männer, die viele Gemeinsamkeiten teilen und sich schließlich ineinander verlieben. Doch da fangen die Probleme erst an. Wird es geduldet sich von Freiern für Sex ficken zu lassen, schaut die Sache bei Liebe schon ganz anders aus. Und da wären da noch die Frauen und Kinder, die aus der trauten Scheinwelt hervor gegangen sind. Doch es wird besser, immerhin ist in Kuba gerade die Ehe für Alle im Gespräch.

Wie dem auch sei, bleiben die Wünsche und Träume der Männer meist auf der Strecke. Ihre Familien drängen sie sogar einen reichen Freier zu heiraten um die ganze Familie aus dem Slum raus zu holen. Unverblümt zeigt uns Hens die kubanische Realität und um so mehr hoffen wir auf ein glückliches Ende für die beiden Liebenden.

Die Charaktere sind im Film gut ausgearbeitet. Sie haben zwar nicht viel Geschichte zu bieten, doch reicht es um sie kennen zu lernen. Die Darsteller machen ihre Sache recht gut. Die Sets sind gut gewählt, doch verzichtet Hens oft auf künstliches Licht, so wirken manche Szenen einfach zu dunkel. Musik lässt er absichtlich nicht spielen, um so mehr sprechen die Bilder für sich.

Fazit:

Hens gewährt uns einen interessanten Einblick in die kubanische Kultur. Der Film wird von seinen sympathischen Hauptdarstellern getragen und ist stets interessant.

Bewertung: 3 von 5.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s