ali & ratu ratu queens (Filmkritik)

Als Ali fünf Jahre alt war, ging seine Mutter nach New York um ihrem Traum, eine große Sängerin zu werden, nachzujagen. So wuchs Ali bei seinem Vater auf, der sehr unter der Trennung litt. Als Papa eines Tages stirbt, beschließt der nun 15jährige seine Mutter zu suchen.

Unter Protest seiner streng religiösen Tante reist der Junge in die USA. Schockiert muss er feststellen, dass seine Mutter dort wieder geheiratet, neue Kinder bekommen hat, und mit dem Auftauchen ihres Sohnes gar nicht klar kommt. Trost und Hilfe findet Ali bei anderen indonesischen Frauen, die ebenfalls ausgewandert waren um ihr Glück zu versuchen…

Kritik:

Immer wieder kommt es vor, dass Eltern in ein anderes Land auswandern um dort gut zu verdienen und ein besseres Leben suchen. Dabei lassen sie oft ihre Kinder zurück. Manchmal werden diese nachgeholt, oftmals aber nicht. Und so erzählt der indonesische Regisseur Lucky Kuswandi eine solche Geschichte aus Sicht eines zurückgelassenen Kindes.

In der Hauptrolle überzeugt der 20jährige Iqbaal Dhiafakhri Ramadhan, der sich im Land als Schauspieler und Boygroupsänger schon einen Namen machte. Er performt auch zwei Songs der Filmmusik. Mit seiner sympathischen, aufgeweckten Art zieht der fesche Ali unsere Sympathien auf sich. Ramadhan weiß mit Mimik und Gestik umzugehen und neigt auch nie zur Übertreibung.

Kuswandi lässt uns auch in Alis Mutter hinfühlen, doch überwiegt eher Unverständnis und Ärger über die Art wie sie mit dem armen Ali umgeht. Dennoch steht der Versuch im Raum ihre Beweggründe zu erläutern, wollte sie doch aus diesem streng religiösen Umfeld ausbrechen und ein Star werden. Ihren Egoismus wollen wir ihr allerdings nicht verzeihen.

Den anderen Charakteren wird auch etwas Zeit gewidmet, so treffen wir auf Alis Cousin und dessen Familie und lernen die titelgebenden Ratu Ratu Queens kennen, die mit ihrer offenen, schrillen Art für gute Laune und Tempo im Film sorgen.

Die Sets sind gut gestaltet und passen zum Film. Vor allem die Musik ist gelungen, sie passt auch ständig zur vermittelten Gefühlswelt. Die Handlung ist stets interessant und es ergeben sich für Ali auch spannende Aussichten, sodass zwar alles im Film Platz findet, doch auch recht komprimiert wirkt. Und so wollen wir natürlich wissen wie es mit Ali und seinen Königinnen weiter geht.

Fazit:

Kuswandi gelingt es dieses Thema mit allen Hochs und Tiefs stets interessant zu erzählen. Mit Ramadhan wurde ein überaus sympathischer und talentierter junger Mann für die Hauptrolle gefunden. Aber auch die Nebenrollen sind gut ausgearbeitet und sorgen für gute Stimmung.

Bewertung: 3.5 von 5.

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