Something like Summer (Filmkritik)

Als offen schwuler Jugendlicher hat es Ben im konservativen Texas nicht leicht. Geduldig erträgt er die Sticheleien seiner Mitschüler und konzentriert sich auf sein Ziel, Sänger zu werden. Als dann ein heißer, neuer Mitschüler auftaucht ist Ben fasziniert von ihm. Doch wie kann er mit dem sportlichen Hetero ins Gespräch kommen. Ein kleiner Unfall löst dieses Problem und Ben kommt Tim näher. Doch da fangen die Probleme erst an, denn Tims konservative Familie und das Homophobe Umfeld legen den Beiden immer mehr Steine in den Weg…

Kritik:

David Berry erzählt uns eine bekannte Geschichte, die sämtliche beliebte Themen aufgreift, die so im Genre rumgeistern. So leidet unser Protagonist nach seinem Outing an Homophobie. Tim leidet unter seinen konservativen religionsfanatischen Eltern und der Gesellschaft, so dass er sich nicht zu outen traut. Ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern, und so kommt es, wie es kommen muss. Doch hier endet der Film nicht, wie es viele Genrevertreter tun. Die Schule ist vorbei, Ben zieht nach Chicago und die Beiden laufen sich in den kommenden Jahren immer wieder übern Weg.

Berry gibt seinem Ben Zeit. Wir lernen seine Familie und Freunde kennen. Und wir begleiten ihn nachdem es mit Tim schief gelaufen ist. Erleben neue Beziehungen, unerfüllte Sehnsüchte, Glück und Trauer. Dabei bleibt die Geschichte stets nahe der Realität und Grant Davis überzeugt in seiner Rolle als Ben.

Auch die anderen Charaktere sind auch gut ausgearbeitet und haben eine Hintergrundgeschichte. So gibt uns Berry auch etwas Zeit für Tim, Davi Santos, und Bens beste Freundin Allison, Ajiona Alexus. Die Darsteller wirken bemüht und verleihen ihren Charakteren Authentizität. Diese entwickeln sich über den Film hinweg weiter und tragen die Geschichte realitätsnah.

Für die Musik im Film sorgt hauptsächlich Ben und Allison beigesteuert, die die Geschichte gelegentlich unterbrechen und uns mit künstlerischen Studioaufnahmen einen tieferen Einblick in die Charaktere und die Geschehnisse geben. Diese Einlagen passen sich echt gut in die Geschichte ein und verleihen dem Film einen eigenen Flair.

Fazit:

Something like Summer führt uns einfühlsam über eine Gefühlsachterbahn. Wir begleiten die überaus sympathischen Protagonisten über eine Dekade hinweg. Dabei ist der Film stets interessant und spannend erzählt.

Bewertung: 4 von 5.

Wir bedanken uns bei Pro-Fun Media für die freundliche Unterstützung.

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