Broken Rainbow (Filmkritik)

Irgendwo in Afrika, der 22jährige Diwi wird von seinem ältern Bruder zu einer Konversionstherapie geprügelt. Kurz darauf nimmt er sich das Leben.

Der 23jährige Teteh erinnert sich an glückliche Tage mit seinen LGBTQ Freunden und Lebensgefährten. Die Zeit sollte nicht ewig währen, als ein Homosexualität per Gesetz unter Strafe gestellt wird, ändert sich alles für die Freunde. Diwi fällt einem homophoben Betrüger rein, der ihn unter Drogen setzt, und seine Sexualität im Internet öffentlich macht.

Als Tetehs Mutter hinter das Geheimnis ihres Sohnes kommt, will sie ihn zum nächsten Pfarrer bringen und den Teufel austreiben, woraufhin der Junge von zuhause abhaut. Er findet einen Freund und erlebt kurzzeitig eine glückliche Beziehung, doch dieser betrügt ihn und infiziert Teteh mit HIV…

Die Gesellschaft stahl meinen Sonnenschein und brach meinen Regenbogen in Stücke.

Regisseur Godwin Harrison dreht im erzkonservativen Nigeria einen Kurzfilm über Homosexualität und stellt damit die erzkonservative, von Religion über Jahrtausende vergiftete Gesellschaft an den Pranger. Und dabei riskiert er viel, denn in diesem Land steht Homosexualität unter drakonischen Strafen.

Mit wenigen Mitteln, das merkt man leider bei der Tonqualität, erzählt Harrison eine Geschichte über drei Freunde, die aufgrund ihrer Sexualität in ständiger Angst leben müssen. Dabei zeigt er die katastrophale Gesetzeslage und den schweren Stand der Gay-Rights Gruppen auf. Er spricht auch das Thema HIV an und wie man damit umgehen kann, und dass man Kondome benutzen soll.

Anhand seiner Charaktere zeigt er beispielhaft wie es Menschen in Nigeria ergeht. Diwi wird von einem Homophoben rein gelegt und im Internet an den Pranger gestellt. Die furchtbare Umpolungstherapie überlebt er nicht. Teteh erwischt es nicht ganz so schlimm, doch seine Beziehung entwickelt sich nicht wie geplant, sein Freund ist gewalttätig und betrügt ihn. Zu seiner Schwester hat er ein gutes Verhältnis, doch seine Mutter rennt wegen jedem Schaß zum Pfarrer. Tetehs Lover will sich nach außen hin als Hetero geben und wirft mit homophoben Schimpfereien nur so um sich, bis ihm sein bester Freund die Augen öffnet.

Die Schauspieler wirken bemüht und machen ihre Sache recht gut. Manches wirkt etwas improvisiert, jedoch passt dies gut zum Film. Die Sets sehen eher wie Hotelzimmer aus, aber das stört nicht wirklich, bedenkt man die schwierigen Umstände unter die dieser Film entstehen musste. Die Musik ist gut gewählt, wenn auch ab und an etwas laut.

Die Gesellschaft hält die Kanone, aber meine eigene Familie betätigt den Abzug.

Broken Rainbow wartet mit vielen Themen in kurzer Zeit auf, doch ist es wichtig sie alle anzusprechen und der Welt zu zeigen, wie schlecht es LGBTQ Menschen dort ergeht.

Bewertung: 3.5 von 5.

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