Short Skin (Filmkritik)

Edo ist 17. Er hängt gern mit seinen Freunden ab, muss sich schön langsam für eine Ausbildungsrichtung oder weitere Schule entscheiden und ist von seiner Familie genervt. Und wie üblich in dem Alter möchte er schön langsam eine Unschuld verlieren. Chancen bei gleichaltrigen Mädchen gibt es genug, doch leidet Edo unter einer schmerzhaften Vorhautverengung, die ihm sogar die Lust aufs Masturbieren raubt. Da seine Angebetete immer mehr auf Sex drängt und auch sein Bester Freund endlich zum Club der Erfahrenen gehören will, muss eine Lösung her. Doch vor einer Operation hat Edo zu viel Angst…

Kritik:

Autor und Regisseur Duccio Chiarini erzählt uns eine aus dem Leben gegriffene Geschichte über einen Jungen, der mit einem Medizinischen Problem hadert. Dabei wäre dies doch mit einer unkomplizierten Operation in einer halben Stunde erledigt, worauf die Eltern schon viel früher hätten achten müssen. Nun fürchtet sich der 17jährige und lässt sich noch vom Internet wahnsinnig machen. Chiarini greift dabei ein sehr intimes und eher selten filmisch behandeltes Thema auf.

Wir begleiten den jungen Edo, gut und gar nicht schüchtern gespielt von Mattheo Creatini, wie er mit seinem besten Freund abhängt, auf Sex mit Mädchen hofft, aber doch davor Angst hat, weil ihm sein bestes Stück ja Schmerzen bereitet. Chiarini bleibt aber nicht an der Oberfläche, sondern wir lernen auch Edos Familie mit all ihren Problemen kennen. Diese reflektieren auf den sensiblen Jungen, den seine medizinischen Sorgen schon fertig machen. Creatinie gelingt es die Besorgnis und Ängste mit Mimik und Gestik gut darzustellen.

Die Momente mit seinem besten Freund und den Mädchen erinnern irgendwie an American Pie. Auch die Versuche die Vorhaut zu weiten arten durchaus in verwundetes Staunen aus, wenn sogar ein toter Oktopus dafür herhalten muss. Apfelkuchen sind halt zu Mainstream. Über den Verlauf des Films wird Edo reifer, erkennt dass es nur einen wirklich wirksamen Weg gibt, sein Problem zu beheben.

Die Nebenrollen sind auch gut besetzt und deren Charaktere können ebenfalls überzeugen. Das Set an der italienischen Küste verströmt einen gewissen Urlaubscharme und auch die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen.

Fazit:

Short Skin ist ein gelungener Coming of Age Film, der sich einfühlsam seines Protagonisten annimmt, etwas Humor zu bieten hat, aber die Thematik nie ins Lächerliche zieht.

Bewertung: 3.5 von 5.

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