Gaya sa pelikula – Wie im Film (Serienkritik)

Karl ist 19 Jahre alt und studiert Architektur. Über die Weihnachtsferien zieht er in die Wohnung seines Onkels. Er möchte auf eigenen Beinen stehen und für sich selbst sorgen. Da er Filme liebt bewirbt er sich für einen Ferienjob als Onlineschreiber. Und schon sein erster Kunde springt kurz vor der Bezahlung ab. Kein guter Start ins Berufsleben.

Noch dazu steht plötzlich sein Nachbar Vladimir in der Wohnung weil er sich vor seiner Schwester versteckt, die ihn über Weihnachten nachhause nehmen will. Die Wohnung wird in der Zwischenzeit untervermietet. Aus der Not heraus gibt Vladimir Karl als seinen Freund aus, damit er die homophobe Mama nicht besuchen muss. Er bietet Karl an, die Miete für dieses Monat zu bezahlen, wenn er mitspielt.

Kaum ist die Schwester weg, schmeißt Karl den Eindringling aus der Wohnung und widmet sich wieder der Jobsuche. Als er Vlad später auf der Straße sitzen sieht, überkommt ihn doch etwas Mitleid und bietet ihm an, bei ihm zu übernachten. Sie lernen sich etwas näher kennen. Vlad ist Filmstudent und Karl möchte sein Studienfach zu Film wechseln. Also bittet er Vlad sein Mitbewohner zu werden und ihm alles über das Studium beizubringen. Noch dazu findet er Vlad süß, will es sich aber selbst nicht eingestehen…

Kritik:

Gaya sa pelikula ist eine Boy Love, die mit einer interessanten Geschichte und liebenswerten Charakteren aufwartet. Ein junger Student, der auf eigenen Beinen stehen will, weil es seine Familie von ihm erwartet, wird vom süßen Nachbarn überrumpelt, um in dessen Posse mitzuspielen, damit dieser seine Mutter nicht besuchen muss.

Jose Vladimir Austria (ja, wirklich…), gespielt von Ian Pangilinan, ist offen schwul und deshalb im Streit mit seiner Mutter. Seine Schwester, die ihn bei sich wohnen lässt, möchte dass sich die beiden wieder versöhnen. Vlad möchte aus seinem hier und jetzt fliehen und einen Neustart wagen, doch ist dies nicht so einfach. Er findet Karl süß, hofft insgeheim darauf, dass es mit ihm was werden könnte.

Karl Frederick Almasen, gespielt von Paolo Pangilinan (Nein, die beiden sind wirklich nicht verwandt), ist ein schüchterner Junge, der versucht seinen Eltern zu gefallen, ihnen aber nicht verraten will, dass er das Studienfach wechseln möchte. Er ist sichtlich überrascht in Vlads Schauspiel der Schwester gegenüber hineingezogen zu werden. Doch irgendwie findet er den süßen Nachbarn anziehend, wobei er sich ja selbst nicht eingestehen will, dass er auf Männer steht. Und große Angst davor hat, es könnte jemand raus finden. Übrigens war der im echten Leben auch schwule Paolo begeistert, diese Rolle bekommen zu haben.

Die feschen Hauptdarsteller harmonieren sehr gut miteinander. Obwohl dies ihre erste größere Rolle zu sein scheint, wirken sie routiniert, zeigen Gefühle  und wissen mit Mimik umzugehen. Auch die Nebenrollen passen gut in die Geschichte, wobei die Schwester schon ein wenig übertreibt und vor allem nervt. Die Charaktere stellen sich gebührlich vor und entwickeln sich weiter, sie sind vielschichtig und realitätsnah. Im Verlauf der Serie erfahren wir viel von ihrer Vergangenheit, ihren Wünschen und Ängsten.

Erfreulicherweise bleibt uns all zu großes Drama erspart, das sich eigentlich auch hätte vermeiden lassen können, wäre diese deppate Schwester nicht gewesen. Die Geschichte ist gut geschrieben, hat natürlich ihre Höhen und Tiefen. Der Grundtenor ist aber durchaus positiv. Prinzipiell spielt sich alles an einem Ort ab, selten kommen kleine Schauplätze hinzu. Besonders gelungen ist die stets passende Musik, die eine Gute Laune Stimmung vermittelt. Das Ganze teilt sich in acht Folgen.

Fazit:

Gaya sa Pelikula (Wie im Film) ist eine gelungene Serie, die mit sehr sympathischen Darstellern und einer einfachen, wie süßen Geschichte überzeugen kann.

Bewertung: 4.5 von 5.

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