15 Years (Filmkritik)

Seit 15 Jahren sind Architekt Yoav und Anwalt Dan ein Paar. Sie genießen ihre mehr oder weniger offene Beziehung und auch sonst mangelt es ihnen an nichts. Sie haben eine schöne Wohnung, gute Jobs und gute Freunde. Doch nach und nach erwarten die Freunde Kinder und auch Dan sehnt sich seiner eigenen kleinen Familie. Für Yoav bedeutet dies allerdings seine Freiheiten aufzugeben und sich fest zu binden. Somit beginnt es in der einst so glücklichen Beziehung zu kriseln…

Kritik:

Einfühlsam erzählt uns Regisseur Yuval Hadadi eine Geschichte, die wir mehr oder weniger schon selbst erlebt haben oder noch erleben werden. Der halbe oder ganze Freundeskreis wird schwanger. Und plötzlich steht man als Kinderloses Paar oder gar als Single so ziemlich allein da, weil ja die nächsten Jahre keiner mehr Zeit hat Freundschaften zu pflegen. Nun können wir uns mit der Situation arrangieren, oder selbst für Nachwuchs sorgen.

Unsere beiden Protagonisten stehen eben vor diesem Problem, wenn man es so nennen will. Beide haben allerdings eine unterschiedliche Einstellung zum Thema Familie gründen. Dan möchte Vater sein, eine stabile Beziehung haben, mit seinem Partner alt werden und gemeinsam Kinder groß ziehen. Yoav hingegen fürchtet um seine Freiheit, denn sobald Kinder da sind, dreht sich alles um sie. Nüchtern betrachtet hat er ja recht. Und er hat Angst davor alt zu werden. Was allerdings die beiden nach 15 glücklichen Jahren in eine echte Krise führt.

Hadadi legt hier großen Wert auf seine Charaktere. Er gibt ihnen Zeit, sich uns vorzustellen und sich weiterzuentwickeln. Wir erfahren von Yoavs Eltern, und verstehen ihn somit ein Bisschen besser. Ein wenig schnell suchen die Beiden dann nach Alternativen, was ein wenig Erotik in den Film bringt, und durchaus zur Selbstfindung der Charaktere beiträgt. Die beiden Darsteller machen dabei ihre Sache recht gut, und auch die Nebenrollen können überzeugen.

Hadadi gelingt es das Geschehen gut einzufangen, dabei versteht er manchmal Denkanstöße für seine Charaktere in den Szenen. Die Setausstattung ist, wie auch die Musik, sehr gelungen und wirkt authentisch. Doch im Vordergrund stehen natürlich die Charaktere.

Fazit:

Ein sehr gelungener Film über eine Beziehung, deren Paar vor großen Entscheidungen steht und diese mehr oder weniger meistert. Die emotionale Geschichte ist gut erzählt und die guten Darsteller tragen ihren Teil dazu bei.

Bewertung: 3.5 von 5.

Wir bedanken uns bei Pro-Fun Media für die freundliche Unterstätzung.

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