Filmserie: Warlock

Nun ja. Als Filmserie möchte ich diese drei Filme nur bedingt bezeichnen. Bis auf den Namen des Hexers haben sie nicht wirklich was gemeinsam. Der erste Teil war gut, innovativ, witzig und hatte Charme. Teil 2 baute keinen Zusammenhang auf, setzte auf blutigere Morde und Teil 3 ist ein 08/15 Film.

Warlock

Im Jahr 1689 verurteilt die Inquisition einen Hexenmeister zu Tode, der beschuldigt war, im Bunde mit Satan zu stehen. Der Hexer war auf der Suche nach einer dreigeteilten Bibel. Doch dazu soll es nicht kommen. Dem Verurteilten gelingt die Fluch in die Zukunft, wo er sich erneut auf die Suche nach dem unheiligen Buch begibt, das die Macht besitzen soll, die Schöpfung umzukehren.

Durch einen Zufall konnte sein Häscher Redferne folgen und begegnet Kassandra, die nach einem Angriff des Hexers unter einem Fluch leidet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Kritik:

Altmeister Steve Miner präsentiert uns eine sehr gelungenen Vertreter des Hexen-Subgenres. Die Geschichte ist interessant und flüssig erzählt. Erfreulicherweise bleibt sie nicht an einem Ort festgefahren, wie es viele Genrevertreter tun. Miner schickt seine Protagonisten auf eine wilde Verfolgungsjagd, wo auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Leider verabsäumt er es ein Wenig, die beiden Zeitreisenden mit der Technik von heute bekannt zu machen, was durchaus witzig hätte sein können. Zumindest darf sich Redferne ein Bisschen im Flugzeug fürchten. Die Spezialeffekte wirken heute ein Wenig lieb. Dabei kommen auch Zeichnungen zum Einsatz. Die blutigen Effekte sind gelungen und wurden per Hand gemacht. Miner zeigt nicht alles ins Detail, was dem Film aber nicht schadet. Gelungen sind vor allem die Schauplätze und die passende Musik.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wir erfahren von ihrer Vergangenheit und einige machen eine kleine Entwicklung durch. Sie harmonieren untereinander recht gut. Julian Sands überzeugt als charismatischer Hexenmeister. Ihm gegenüber steht Richard E. Grant als einfallsreicher Hexenjäger, der ein Wenig an Highlander erinnert.

Fazit:

Sehr gelungener Hexenhorrorfilm, mit heute etwas angestaubten Effekten, aber interessanter Geschichte und etwas Humor.

Bewertung: 4 von 5.

Warlock 2

Ein alter Druidenorden beschützt sechs magische Steine, die das Armageddon beschwören, oder den Dämonen für weitere 600 Jahre bannen können. Doch bei einem Angriff gehen vier Steine verloren. Die Jahrhunderte vergehen bis die Zeichen wieder auf den Untergang hindeuten. Und als sich der Mond verfinstert, gebiert eine junge Frau den abscheulichen Warlock, der sich sogleich auf die Suche nach den magischen Steinen macht.

Schön langsam werden auch die alten Nachfahren der Druiden nervös und bereiten sich auf den Kampf gegen den Hexenmeister vor. Dazu muss erst mal der junge Kenny zum Druidenkrieger ausgebildet werden. Denn die Apokalypse muss auf jeden Fall verhindert werden…

Kritik:

Einige Jahre nachdem Warlock zur Hölle gefahren ist, übernahm Anthony Hickox die Regie über den zweiten Teil. Doch die Handlung versucht nicht Mal eine Verbindung zum Vorgänger herzustellen. Genauso gut könnte es ein eigenständiger Film sein, man müsste nur Warlock umtaufen. Und gerade bei der Geschichte schwächelt der Film.

So lässt Hickox unsere Helden erst im Showdown mit dem Warlock aufeinander treffen. Zuvor versuchen sie den feschen, jungen Kriegerdruiden auszubilden, was eher an eine billige Fernsehserie erinnert. Dann werden auch noch seiner Freundin magische Kräfte zugeschrieben.

Währenddessen jagt ein gelangweilter Julian Sands hinter den verlorenen Steinen nach, und zieht dabei eine Leichenspur hinter sich her. Was uns zur Stärke des Films bringt. Hickox, hatte ja schon in Hellraiser 3 bewiesen, dass ihm Effekte am Herz liegen, und so floss viel vom Budget auch dort rein. Dennoch erreicht der Film nie den Charme des Vorgängers. Auch die Spannungskurve ist relativ flach. Die Charaktere wirken aufgesetzt und harmonieren nicht wirklich miteinander. So neigen wir auch nicht mit ihnen mitzufiebern.

Fazit:

Eher schwache Fortsetzung mit Fokus auf ein paar gelungenen Morden und viel verspieltem Potential.

Bewertung: 2 von 5.

Warlock 3

Die junge Studentin Kris erbt ein Haus. Bevor es abgerissen wird, soll sie noch mal hinfahren und ein paar Sachen aussortieren, die sie eventuell behalten will. Sie bittet ihre Freunde mit zukommen, doch niemand hat Zeit für sie. Also fährt Kris alleine. Da helfen auch die Warnungen einer alten Frau nix.

Im Haus angekommen sieht sich Kris mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Und da ihr Auto überraschenderweise streikt, kommt sie dort auch nicht mehr weg. Des Nächtens wird sie von seltsamen Geräuschen und Stimmen wach gehalten. Manchmal wär es doch gut, auf alte Frauen zu hören, die einem vors Auto springen. Doch plötzlich stehen Kirs Freunde vor der Tür und wollen mit ihr feiern, bzw ihr beim Ausräumen helfen. Dabei wissen sie nicht, dass ein böser Hexenmeister in und um das Haus ein Unwesen treibt…

Kritik:

Beim dritten Teil der Reihe übernahm der relativ unerfahrene Regisseur Eric Freiser das Ruder und bringt uns eine 08/15 Geschichte, die alle Klischees bedient, und wieder nix mit dem Original zu tun hat. Nicht einmal Julian Sands konnte für den Film gewonnen werden.

Wir haben also wieder Mal eine junge Frau, die ein Haus in der Pampa erbt, mit ihren Freunden dort hinfährt, und diese wie die Fliegen sterben. Dabei wirds durch den Hexenmeister zwar etwas kreativ, aber deswegen auch nicht wirklicht gut. Ein Anflug von Spannung wird schnell wieder abgewürgt, und Lücken werden mit unnötigen Sexszenen gefüllt. Ein paar blutige Effekte haben es dann doch in den Film geschafft.

Die Charaktere sind austauschbar und ebenso die Darsteller. Richtig motiviert wirken sie nicht. Kris Vergangenheit wird angeschnitten, doch geht Freiser nicht wirklich in die Tiefe. Nachdem der Hexenmeister nie als Warlock bezeichnet wird, hegt sich der Verdacht, dass hier der Titel her musste um die Quirks irgendwie vermarkten zu können.

Fazit:

Vorhersehbarer und unkreativer Horrorfilm, der in eine Reihe geschmuggelt wurde.

Bewertung: 1.5 von 5.

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